Frankreichs Bahnchef glaubt nicht an Streiks in Sommerferien

Paris (APA/AFP) - Der Chef der französischen Bahngesellschaft SNCF, Guillaume Pepy, hält Streiks in den Sommerferien für "nicht vorstellbar". Fast zwei Monate nach Beginn der jüngsten Streikwelle sagte Pepy dem Sender RTL am Montag: "Ich glaube, dass die Eisenbahner keine Lust haben, den Franzosen den Urlaub zu ruinieren." Sie seien schließlich verantwortungsbewusste Leute.

Streiks im Juli und August seien "aus zwei Gründen nicht vorstellbar", sagte der Chef des staatlichen Unternehmens. Erstens hätten zwei der Gewerkschaften vorsichtige Kompromissbereitschaft anklingen lassen. Zweitens sei die geplante Reform der Regierung, die der Hauptgrund für die Streiks ist, bereits so gut wie in die Wege geleitet - am Dienstag befasst sich der Senat damit.

Am Montag traten die Eisenbahner allerdings erneut in einen zweitägigen Streik. Im Schnitt sollen zwei von drei Hochgeschwindigkeitszügen (TGV) und zwei von fünf Intercity-Zügen fahren. Die seit Anfang April andauernden Arbeitsniederlegungen gingen damit in die zwölfte Runde. Geplant war, dass die Arbeitnehmer-Vertreter bis Ende Juni zu Arbeitsniederlegungen aufrufen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron will die SNCF ab 2020 wie von der EU beschlossen für den Wettbewerb öffnen und dafür grundlegend umbauen. Die Gewerkschaften fürchten eine schrittweise Privatisierung. Sie protestieren gegen die geplante Abschaffung des Eisenbahner-Statuts, das Frührenten und weitgehende Unkündbarkeit garantiert.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro