Frankreich schiebt Kriegsschiff-Lieferung an Russland weiter auf

Saint-Nazaire/Moskau - Angesichts der Ukraine-Krise will Frankreich die geplante Lieferung eines Kriegsschiffs an Moskau weiter aufschieben: Der französische Außenminister Laurent Fabius bekräftigte am Dienstag im Radiosender France Inter, dass die Bedingungen für eine Auslieferung des Hubschrauberträgers "Wladiwostok" derzeit nicht erfüllt seien.

Die sozialistische Regierung in Paris hatte unter anderem die Einhaltung eines Waffenstillstands in der Ostukraine als Bedingung genannt.

Fabius wollte sich nicht dazu äußern, ab welchem Datum womöglich Strafzahlungen an Russland fällig würden, falls Frankreich die Lieferung weiter auf Eis lege. Moskau hatte mehrfach damit gedroht, Entschädigung bei einem Bruch des Vertrags aus dem Jahr 2011 über die Lieferung von insgesamt zwei französischen Mistral-Kriegsschiffen einzufordern. Zuletzt setzte Moskau laut Medienberichten eine Lieferfrist bis Ende November. Das ursprünglich vereinbarte Lieferdatum zu Anfang November hatte Paris mit Verweis auf die Ukraine-Krise platzen lassen.

Gegen das Rüstungsgeschäft mit einem Volumen von insgesamt 1,2 Milliarden Euro hatte eine Reihe von NATO-Partnern Frankreichs, darunter die USA und die baltischen Staaten, heftig protestiert. Manche befürchten, dass Russland die Schiffe für Landeoperationen einsetzen könnte.

Die Schiffe der Mistral-Klasse sind die größten französischen Kriegsschiffe nach dem Flugzeugträger "Charles de Gaulle". Sie können unter anderem mehrere Landungsboote, 16 Hubschrauber, 13 Panzer und 450 Soldaten unterbringen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte