Frankreich senkte Defizit 2015 stärker als geplant auf 3,5 Prozent

Frankreich hat sein Staatsdefizit im vergangenen Jahr stärker reduziert als zunächst gedacht. Allerdings waren die Schulden des Landes noch nie so hoch. Wie das französische Statistikamt am Freitag mitteilte, lag der Fehlbetrag im Staatshaushalt 2015 bei 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung.

Das war die kleinste Lücke seit der weltweiten Finanzkrise 2008. Angepeilt und der EU zugesagt hatte Frankreich ein Defizit von 3,8 Prozent. Trotz der besseren Entwicklung verpasst die zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone nach Deutschland erneut die EU-Defizitgrenze von maximal drei Prozent. 2017 soll Frankreich sie wieder einhalten.

Der Schuldenberg wuchs indes im letzten Jahr auf den Rekordwert von 95,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes an. Ein Jahr zuvor lag er noch bei 95,3 Prozent. Die Ausgaben des Staates gingen auf 56,8 Prozent des BIP leicht zurück. Unklar war aber zuletzt, wie stark sich die höheren Aufwendungen für Sicherheit auf den Staatshaushalt auswirken. In Frankreich herrscht seit den Terroranschlägen in Paris im November mit 130 Toten der Ausnahmezustand.

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