Frankfurter Buchmesse: Globaler Wandel bringt weniger Aussteller

Frankfurt am Main (APA/dpa) - Den globalen Wandel im Buchmarkt spürt im Oktober auch die Frankfurter Buchmesse. Erwartet werden auf der weltweit größten Bücherschau 7.000 Anbieter aus rund 100 Ländern, etwa drei Prozent weniger als 2013. Während die Zahl der Aussteller aus Deutschland und der angelsächsischen Welt zurückgeht, gibt es Zuwächse aus den aufstrebenden Ländern Südostasiens wie China. Ehrengast ist heuer Finnland.

"Wir sehen deutliche Veränderungen", sagte der Chef der weltweiten Leitmesse, Juergen Boos, am Dienstag in Frankfurt. Grund sei die internationale Konzentration mit einer Konsolidierung der Verlagsbranche in den etablierten Buchmärkten. So fusionierte im vergangenen Jahr der zum Bertelsmann-Konzern gehörende Verlag Random House mit Penguin Books zum weltgrößten Publikumsverlag.

Wichtigstes Thema auf dem Branchentreff wird erneut der digitale Wandel sein, der auch die Inhalte dramatisch verändert. Erneut werden vom 8. bis 12. Oktober rund 1.000 Autoren aus aller Welt erwartet. Darunter sind Ken Follett, Paulo Coelho, David Nicholls, Janne Teller, Martin Walker, Herta Müller und Judith Hermann. Fast 3.500 Veranstaltungen - mehr als je zuvor - rund um das Thema Buch sind geplant. Für viele Leser werde der Kontakt zum Autor immer wichtiger, sagte Boos.

Generell steht nach Einschätzung der Buchmesse das Ende der Dominanz der USA auf dem weltweiten Buchmarkt bevor. Der Schwerpunkt verlagere sich immer mehr in Richtung Asien. Dort befassen sich viele Verlage gar nicht mehr mit dem gedruckten Buch, sondern nur noch mit Videospielen oder Filmen. Zugleich haben die neuen Mittelklassen in den wachstumsgetriebenen Staaten Südostasiens einen großen Bedarf an Bildungsmedien.

Unklar ist noch, ob die Ukraine auf der Messe dabei ist. Ehrengast Finnland schickt rund 60 Autoren nach Frankfurt. 130 finnische Bücher erscheinen zur Messe allein neu auf Deutsch. Das Gastland erhofft sich vom Auftritt den Sprung in den internationalen Literaturmarkt. Den Pavillon lassen die Finnen von drei Design-Studenten aus Helsinki entwerfen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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