Frankenkredite - Niederösterreich hat Ausstieg im Februar begonnen

St. Pölten (APA) - Niederösterreich hat im Februar den Ausstieg aus Frankenkrediten gestartet, bisher wurden 179 Millionen Euro konvertiert. Die Verbindlichkeiten - zu Jahresbeginn hatte das Land 1,24 Milliarden Euro in Schweizer Franken - sollen nun laufend umgewandelt werden. Man nütze den günstigen Wechselkurs. "Der Ausstieg wird spätestens 2023 abgeschlossen", sagte VP-Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko zur APA.

Heuer im Februar wurden 110 Millionen Schweizer Franken (95 Millionen Euro) konvertiert, im April 100 Millionen Franken (84 Millionen Euro). Nun werden weiterhin laufend Verbindlichkeiten umgewandelt. "Analysten gehen davon aus, dass der Kurs für uns noch günstiger wird", hieß es am Donnerstag, deshalb erfolge der Ausstieg sukzessive und nicht mit einem Schlag. Innerhalb von fünf Jahren sollen alle Frankenkredite konvertiert sein. Bei einer Umwandlung aller CHF-Kredite des Landes Niederösterreich zum jetzigen Zeitpunkt würde sich ein finanzieller Vorteil in Höhe von 30 Millionen Euro gegenüber einer Finanzierung in Euro ergeben, hieß es.

Das Land hat seit 1998 laut Schleritzko 30 Prozent seiner Schuldenlast in Schweizer Franken. "Niederösterreich hat in der Vergangenheit immer umsichtig gewirtschaftet. Deshalb wurden auch Frankenkredite bis 2017 nicht getilgt sondern verlängert", erklärte er. "Heute liegt der Wechselkurs um etwa 17 Prozent höher als 2015, als die Forderung nach einem sofortigen Ausstieg aus dem Franken laut wurde." Bei seinem Antritt als Landesrat im April 2017 habe er, so Schleritzko, die Finanzabteilung beauftragt, einen Ausstieg aus den Frankenkrediten zu prüfen. Dieser wurde aufgrund der günstigen Wechselkursentwicklung beschlossen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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