Franken-Freigabe - Hypo Vorarlberg widerspricht Moody's

Die Landes- und Hypothekenbank Vorarlberg (Hypo Vorarlberg) hat am Mittwoch auch die korrigierten Zahlen der internationalen Ratingagentur Moody's zum Anteil ihrer Frankenkredite am Gesamtkreditvolumen als nicht zutreffend zurückgewiesen. Moody's habe die Franken-Kredite mitgerechnet, die die Hypo in ihrer Schweizer Niederlassung in St. Gallen an Schweizer Kunden vergeben habe, so die Bank.

Hypo Vorarlberg-Vorstandsvorsitzender Michael Grahammer wies diese Berechnungsart von Moody's scharf zurück. In St. Gallen betrage das Ausleihungsvolumen in Franken 427 Mio. Euro. In einer Risiko-Berechnung dürfen diese Werte laut Grahammer aber nicht berücksichtigt werden, "weil es sich dabei um Schweizer Kunden handelt, die über ein Einkommen und Sicherheiten in Schweizer Franken verfügen und zudem von einem geänderten Wechselkurs nicht betroffen sind", betonte Grahammer.

Per 31. Dezember 2014 habe das Ausleihungsvolumen an Kunden in Schweizer Franken 1,78 Mrd. Euro betragen, das entspreche etwa 20 Prozent des gesamten Kreditvolumens. Ohne das Kreditvolumen in St. Gallen sinke dieser Wert knapp unter 16 Prozent, so der Vorstandsvorsitzende. Moody's hatte den Franken-Kredit-Anteil der Hypo Vorarlberg am Montag mit 29 Prozent beziffert, am Mittwoch aber auf 22 Prozent korrigiert. Viele heimische Geldinstitute, die ein ebenfalls ein hohes Kreditvolumen in Schweizer Franken hätten, seien in der Moody's-Statistik gar nicht erfasst worden, sagte Grahammer. Die Hypo Vorarlberg sei sicher nicht jene Bank, die in Österreich am stärksten vom Aus des Euro-Franken-Mindestkurses betroffen sei.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro