Franken-Freigabe: "Grexit" könnte Euro auf 0,85 Franken drücken

Wien - Die Analysten des österreichischen Bankkonzerns Raiffeisen sehen weitere Risiken für den Euro-Franken-Kurs. Bei einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone, "Grexit" genannt, "dürfte der Franken die bereits gesehenen Höchststände von 0,85 wohl neuerlich erreichen oder sogar überschreiten", schreiben die Währungsexperten in einer am Montag veröffentlichten Analyse.

In den nächsten Monate werde der Franken um die Marke 1,00 zum Euro pendeln, "wobei wir die Schweizerische Währung in unmittelbarer Zukunft angesichts diverser EUR-negativer Faktoren (EZB-QE, Griechenland-Wahlen samt schwieriger Verhandlungen, Ukraine-Krise) eher darunter erwarten", so die Analysten.

Gegen den nach wie vor existenten Aufwertungsdruck werde die Schweizer Notenbank (SNB) weiter versuchen zu intervenieren, wenn auch nun ohne dezidierter Interventionsmarke. Im Vergleich zu früher dürfte dies aber jetzt ungleich schwieriger werden, heißt es in der Studie. Zwischen 2013 und dem dritten Quartal 2014 seien de facto keine Interventionen notwendig gewesen, um den Kurs oberhalb der 1,20 zu halten, "die Worte der SNB haben gereicht".

Die SNB habe ihr "Versprechen", einen Mindestkurs von 1,20 Franken zu halten, gebrochen und damit nach Ansicht der Raiffeisen-Experten massiv an Glaubwürdigkeit eingebüßt. "Erst ein paar Tage davor hat Notenbankvize Danthine noch darauf hingewiesen, dass die Interventionsmarke ein wichtiger Eckpfeiler der Schweizerischen Geldpolitik sei." Darüber hinaus können die Analysten die Begründung der SNB nicht nachvollziehen.

Mittelfristig könnte sich ein neuer Gleichgewichtswechselkurs von in etwa 1,00 bis 1,10 Franken etablieren, so die Analysten. Dass der Franken langfristig eine Aufwertungswährung sei, ändere auch die jüngste Aufwertung nichts.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte