Franken-Aufwertung - Finanzchefs von Mindestkurs-Aufhebung überrascht

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat die Finanzchefs der Schweizer Unternehmen auf dem falschen Fuß erwischt. Kaum einer hatte mit der Aufhebung der Kursuntergrenze gerechnet, wie eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Beratungsunternehmens Deloitte zeigt.

In der im Dezember durchgeführten Umfrage haben nur gerade drei von 129 befragten Finanzchefs auf Ende 2015 mit einem Euro-Wechselkurs von unter 1,20 Franken gerechnet. Von Herbst 2011 bis Frühling 2013 gingen deutlich mehr Finanzchefs davon aus, dass die SNB innerhalb eines Jahres die Kursuntergrenze fallen lässt.

Laut einer hypothetischen Frage, die den Finanzchefs bei der Umfrage zum dritten Quartal gestellt wurde, gingen diese damals von einem Euro-Wechselkurs von 1,12 Franken für Ende 2015 aus, sollte die Untergrenze fallen. Einen Kurs von 1,10 Franken sahen damals 67 Prozent als Nachteil für das Unternehmen. Ein Paritätskurs von 1 Franken für einen Euro wurde von 82 Prozent als nachteilig bewertet.

Aber auch ohne diese zusätzliche und nicht absehbare Belastung für die Unternehmen, zeigten sich die Finanzchefs bei der neuesten Umfrage deutlich pessimistischer als zuvor. Die Zahl jener, die sich optimistisch zu den Konjunkturaussichten für die Schweiz äußerten, hat sich in den letzten 12 Monaten von 80 auf 41 Prozent reduziert.

Die Bereitschaft, Risiken einzugehen, hat darunter ebenfalls gelitten. 68 Prozent der Finanzchefs wollen derzeit keine höheren Risiken eingehen, heißt es in der Mitteilung weiter. Das seien 19 Prozent mehr als noch vor drei Monaten.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro