Fraktionschef der deutschen Grünen: Regierung schont VW

Der Fraktionschef der deutschen Grünen, Anton Hofreiter, wirft der Regierung in Berlin vor, Volkswagen bei der Aufarbeitung des Abgasskandals zum Schaden der deutschen Verbraucher zu schonen. "Statt sich vor die Verbraucher zu stellen, duckt sie sich weg", sagte Hofreiter dem RedaktionsNetzwerk Deutschland RND vom Donnerstag.

Als "willkürlich und unverständlich" kritisierte er, das nach dem aktuellem Stand die in Mitleidenschaft gezogenen VW-Kunden in den USA bei Entschädigungen bessergestellt werden sollten als die Kunden hierzulande. "Deutsche Verbraucherinteressen sind ihr offensichtlich wurscht", attackierte Hofreiter die Regierung.

Er griff insbesondere Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel an, der früher Ministerpräsident in Niedersachsen war, wo der Wolfsburger Konzern ansässig ist. Dem SPD-Politiker warf Hofreiter "völliges Versagen" beim Schutz der Verbraucher vor. "Statt nur nett zusammen in Leipzig Fed-Cup-Tennis zu gucken, sollte Herr Gabriel mit VW-Chef Müller endlich mal Tacheles reden - das wäre er den vielen enttäuschten Kunden schuldig."

Nach Informationen des RND soll Gabriel in den vergangenen Wochen mehrfach mündlich und telefonisch den SPD-Teil in der Bundesregierung gebeten haben, sich aus Rücksicht auf die Bedeutung von VW für Niedersachsen und den deutschen Markt "äußerste Zurückhaltung" bei Kritik an dem Autobauer aufzuerlegen. Das Redaktionsnetzwerk berief sich dabei auf Regierungskreise.

Volkswagen hat in Deutschland kürzlich damit begonnen, abgasmanipulierte Fahrzeuge mit einer neuen Software so nachzurüsten, dass alle Auflagen erfüllt werden.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro