Forschungsrat empfiehlt mehr Mittel für Grundlagenforschung

Wien (APA) - Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFT) befürchtet, dass Österreich in der Grundlagenforschung den Anschluss an die internationale Spitze verliert. Um das zu vermeiden, empfiehlt das Gremium der Bundesregierung, die im Wettbewerb vergebenen Mittel für Grundlagenforschung zu steigern. So sollte das Budget des Wissenschaftsfonds FWF um 80 bis 90 Mio. Euro jährlich erhöht werden.

Für den Forschungsrat wurden die in der Forschungsstrategie der Bundesregierung formulierten Ziele und Maßnahmen zur Stärkung der Grundlagenforschung bisher "nur unzureichend umgesetzt". Erfolgreiche Forschungsnationen wie die Schweiz, Finnland, Deutschland oder Niederlande hätten in den vergangenen Jahren ihre ohnehin schon höheren Mittel für Grundlagenforschung signifikant angehoben, auch China forciere diesen Bereich.

In Österreich würden dagegen "die Mittel zur Förderung der kompetitiven Forschung seit rund zehn Jahren stagnieren. In der Folge hat sich der Abstand zu den führenden Forschungsländern besorgniserregend vergrößert", so RFT-Chef Hannes Androsch am Dienstag in einer Aussendung. Wolle man nicht Gefahr laufen, weiter zurückzufallen, müsse die jährliche Bewilligungssumme des FWF kurzfristig um 80 bis 90 Mio. Euro auf 300 Mio. Euro erhöht werden.

Als zusätzlichen Anreiz für die Hochschulen, die Einwerbung von im Wettbewerb vergebenen Forschungsmitteln zu erhöhen, empfiehlt der Rat zudem, die indirekten, durch geförderte Forschungsprojekte entstehenden Kosten ("Overheads") abzugelten.

Ein pauschaler Kostenersatz in Höhe von 20 Prozent der jeweiligen Fördersumme sollte eingeführt werden. Bei der empfohlenen FWF-Bewilligungssumme von 300 Mio. Euro wären dafür zusätzlich 60 Mio. Euro notwendig.

Schließlich empfiehlt der Rat die Schaffung von Rahmen- und Standortbedingungen für exzellente Forschung, um die Attraktivität des Forschungsstandorts zu erhöhen und die "besten Köpfe" nach Österreich zu holen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte