Forschungsprämie: Wifo-Chef würde gerne evaluieren

Wien (APA) - Der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo), Christoph Badelt, würde gerne eine "echte" Evaluation der Forschungsprämie durchführen. "Dafür haben wir aber die Daten nicht - weil sie nicht hergegeben werden", so Badelt bei einem Vortrag am Montagabend in Richtung der Unternehmen.

Die Forschungsprämie wurde im Jahr 2002 eingeführt und ist seit 2011 das einzige steuerliche Instrument in Österreich zur Förderung von F&E, das allen Unternehmen gleichermaßen zugänglich ist. Sie betrug ursprünglich zehn Prozent, wurde dann auf zwölf und Anfang 2018 auf 14 Prozent der prämienbegünstigten Forschungsaufwendungen erhöht.

"Nirgendwo habe ich mich als Wifo-Chef in Kreisen von Wirtschaftschefs so unbeliebt gemacht, als wenn ich gesagt habe, ich hätte gerne eine Evaluation der Forschungsprämie", meinte Badelt. Das Problem dabei sei, dass die dafür nötigen Mikrodaten nicht zur Verfügung gestellt würden. Nur so könne man aber klären, ob und in welchem Ausmaß es Mitnahmeeffekte gegeben hätte. "Da wird dann immer gesagt, wir haben eh eine Evaluation gehabt." Diese im Vorjahr präsentierte Arbeit habe aber ebenfalls nicht die dafür nötigen Daten zur Verfügung gehabt.

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