Forschungsförderung: FWF sieht "wesentliche Verbesserungen"

Wien (APA) - "Wesentliche Verbesserungen" sieht der Präsident des Wissenschaftsfonds FWF, Klement Tockner, bei der im Ministerrat beschlossenen "Zukunftsinitiative" für Forschung. Im Gegensatz zur aktuellen Forschungsstrategie 2020, "bei der doch einiges auf der Strecke blieb", gehe man nun gemeinsam vor, beziehe das Finanzministerium ein und verteile die Aufgaben klar, so Tockner in einer Aussendung.

Auch der Rat für Forschung und Technologieentwicklung begrüßte die eingebrachten Themen und Arbeitsschwerpunkte. "Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist wesentliche Voraussetzung, um wieder mehr Dynamik bei der Stärkung unseres Forschungs- und Innovationssystems zu entwickeln", betonte Vorsitzender Hannes Androsch in einer Aussendung. "Wesentliche Bausteine" seien dabei die angekündigte Exzellenzinitiative und das Forschungsfinanzierungsgesetz. Die Exzellenzinitiative zur Stärkung der kompetitiven Grundlagenforschung solle vor allem "der Ungleichgewichtung zwischen Basisfinanzierung und wettbewerblich vergebenen Mitteln an Hochschulen entgegenwirken". Das Forschungsfinanzierungsgesetz wiederum müsse die Stabilität der Finanzierung sicherstellen, um den Forschungs- und Forschungsförderungseinrichtungen mittel- und langfristige Planungen zu ermöglichen.

Die Industriellenvereinigung (IV) wertete positiv, dass durch das angekündigte Forschungsfinanzierungsgesetz "ein langjähriges Anliegen der forschenden Wirtschaft für mehr Planungssicherheit adressiert wird". Dies sei gerade bei risikobehafteter Forschungs- und Entwicklungstätigkeit essenziell. "Insgesamt braucht es mehr Zukunftsorientierung im Staatshaushalt. Das Forschungsfinanzierungsgesetz muss daher auf einem klaren Wachstumspfad der öffentlichen Forschungsfinanzierung über die gesamte Innovationskette aufgebaut sein", so Generalsekretär Christoph Neumayer in einer Aussendung.

Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer sieht "mit der Konkretisierung der Vorhaben für die Erneuerung und Ergänzung der österreichischen FTI-Strategie bis 2030, für die längerfristige wettbewerbliche Finanzierung exzellenter Grundlagenforschung, für die wirksame Steuerung autonom verantwortlicher Agenturen und für eine zeitgemäße und international erfahrene Beratung in FTI-Fragen die Weichen in die richtige Richtung gestellt". Neben Effizienz seien auch "planbar steigende Mittel" für Forschung und Innovation nötig: "Die Herausforderungen sind derart hoch, dass eine Fortschreibung der bisherigen Budgetansätze für die Projekte der angewandten Forschung oder z.B. für den Ausbau der digitalen Innovationsinfrastruktur, des Life Sciences Standort Österreich und neuer, vielversprechender Technologiefelder allein nicht ausreichen werden."

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte