Forscher erwarten ruhigere Hurrikan-Saison

München (APA/dpa) - Nach den Rekordschäden durch Hurrikans 2017 erwarten Klimaforscher in diesem Jahr weniger tropische Wirbelstürme im Nordatlantik. Nach den Prognosen mehrerer Forschungsinstitute ist eine eher durchschnittliche Hurrikan-Saison zu erwarten, wie die Klimaexperten beim Rückversicherer Munich Re am Mittwoch erläuterten.

Im langjährigen Mittel entstehen vor den Küsten der Karibik und der USA im Sommer und Frühherbst 6,3 Wirbelstürme pro Saison. 2017 hatten sich jedoch zehn Hurrikans gebildet, besonders verheerend waren die drei Stürme Harvey, Irma und Maria, die die Karibik und Teile der US-Ostküste verwüsteten. Die Schäden beliefen sich auf den Rekordwert von 220 Milliarden Dollar. Die Hurrikan-Saison beginnt alljährlich Anfang Juni.

Für die Anrainerstaaten bedeuten die derzeitigen Bedingungen: "Sie müssen sich auf eine normale Tropensturmsaison einstellen, bei der ein Hurrikan oder sogar ein schwerer Hurrikan sie treffen könnte", schreiben die Munich-Re-Klimaforscher Eberhard Faust und Mark Bove in ihrem neuen Fachbeitrag. Sie erwarten ebenso wie die US-Wetterbehörde fünf bis neun Hurrikans.

Die Prognose steht allerdings unter Vorbehalt, auch 2017 hatten Fachleute zunächst eine eher unterdurchschnittliche Saison erwartet. Und außerdem kann bereits ein einziger Hurrikan extreme Schäden verursachen. Ein wesentlicher Faktor ist die Oberflächentemperatur des Meerwassers. 2017 war der Nordatlantik ungewöhnlich warm, was die Entstehung eines Hurrikans begünstigt. In diesem Sommer rechnen die Fachleute mit niedrigeren Wassertemperaturen.

Der weltgrößte Rückversicherer hat eine eigene Klimaforschungsabteilung, da Unwetterschäden für das Unternehmen und die Versicherungsbranche ein großer Kostenfaktor sind. Die Langfristprognosen sind jedenfalls für die Versicherungsbranche ebenso wenig erfreulich wie für die Bewohner der betroffenen Regionen: "Bei Hurrikanen zum Beispiel erwarten Forscher in der Summe zwar nicht mehr Stürme, langfristig aber einen höheren Anteil besonders zerstörerischer starker Hurrikane", sagte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte