Ford will in Europa Kosten sparen

Köln (APA/AFP) - Der US-Autokonzern Ford will in Europa deutlich Kosten einsparen, um die Gewinne zu steigern. "Wir müssen so schlank wie möglich werden", sagte Deutschland-Chef Gunnar Herrmann dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe). "Unsere Profitabilität muss unbedingt wieder besser werden".

In den vergangenen 16 Jahren sei Ford Europa beim Ertrag "Achterbahn gefahren, das ist ein Problem und kann nicht so bleiben". Größtes Einsparpotenzial sieht Herrmann bei den Materialkosten, gefolgt von Verwaltung und Entwicklung. Er zeigte sich optimistisch, dass Ford nicht wie der Konkurrent Opel von seinem US-Mutterkonzern abgestoßen wird. "Ford Europa zu verkaufen, wäre ziemlich schwierig und teuer."

Laut "Handelsblatt" hat Ford infolge des Brexit vergangenes Jahr rund 600 Mio. Dollar (486,97 Mio. Euro) verloren. Diese Entwicklung setze sich 2018 fort. Vor diesem Hintergrund warnte Herrmann vor möglichen Zöllen im Handel mit Großbritannien.

Insgesamt verdiente Ford Europa 2017 vor Steuern rund 230 Mio. Dollar bei einem Umsatz von 29,7 Mrd. Dollar - das entspricht einer Marge von 0,8 Prozent, deutlich weniger als die Vorjahresmarge von 4,2 Prozent. Zum Vergleich: Der weltweit profitabelste Autobauer BMW verbuchte vergangenes Jahr zehn Prozent Marge.

Ankara (APA/Reuters) - Die türkische Regierung hat vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 24. Juni ihre Ausgaben hochgefahren. Dadurch wuchs das Budgetdefizit in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 78 Prozent auf umgerechnet rund 3,7 Mrd. Euro (20,5 Mrd. Lira), wie aus den am Montag veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht.
 

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Türkisches Staatsdefizit stieg vor Wahlen kräftig - Mehr Ausgaben

Vilnius (APA/Reuters) - Die EZB wird nach Einschätzung von Litauens Notenbankchef Vitas Vasiliauskas möglicherweise im Herbst 2019 erstmals seit Jahren ihre Zinsen straffen. "Da es traditionell keine Sitzung im August gibt, ist es offensichtlich, dass wir über September, Oktober sprechen könnten", sagte das EZB-Ratsmitglied am Montag vor Journalisten. "Ich würde sagen, es geht in Richtung Herbst."
 

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EZB-Notenbanker hält Zinserhöhung im Herbst 2019 für möglich

Wien (APA) - Die ÖVP/FPÖ-Regierung will den lebenslangen Rücktritt von Lebensversicherungen im Fall von falscher oder fehlender Belehrung um einiges unattraktiver machen. Betroffene sollen bereits 2019 deutlich weniger Geld herauskommen. Die Arbeiterkammer und die Liste Pilz kritisieren den schwarz-blauen Vorstoß.
 

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AK-Kritik: Regierung macht Versicherungsrücktritt unattraktiver