Ford und Wal-Mart arbeiten an autonomem Lieferdienst für Lebensmittel

Miami/Düsseldorf (APA/Reuters) - Autonome Fahrzeuge, die Lebensmittel-Käufe selbstständig beim Kunden abliefern: Der Auto-Gigant Ford, der Handelsriese Wal-Mart und der Zustelldienst Postmates arbeiten an einem entsprechenden Pilotprojekt. Tests würden in der US-Großstadt Miami beginnen, teilte Ford am Mittwoch mit.

Zunächst solle dabei aber noch mit traditionellen Fahrern simuliert werden, wie ein selbstfahrendes Zustellfahrzeug funktionieren könnte. Der Versuch in Miami könnte dazu beitragen, die bisher kostspielige Auslieferung frischer Lebensmittel zu verbilligen. Denn Zusteller könnten damit künftig überflüssig werden. Ford will ab 2021 in die Produktion autonomer Fahrzeuge einsteigen. Für deren Einsatz laufen aber bereits Pilotprojekte.

In dem Projekt in Miami soll der Zustelldienst Postmates Güter liefern, die die Verbraucher bei Wal-Mart bestellt haben, teilten die Unternehmen mit. In den nächsten Monaten wollten sie prüfen, welche Lebensmittel erfolgreich zugestellt werden könnten, erklärte Ford-Manager Brian Wolf. Wal-Mart wolle zudem herausfinden, wie die Kunden auf die neuen Fahrzeuge reagieren und wie sie an die Waren gelangen könnten, teilte ein Vertreter des Handelsriesen mit. Denn die Verbraucher müssen einfach an ihre Bestellungen wie Tiefkühlpizzen oder frische Bananen gelangen können - das Zustell-Fahrzeug muss entsprechend gestaltet sein.

Wal-Mart muss sich in seinem Stammgeschäft auch der Konkurrenz durch Online-Riesen wie Amazon erwehren. Der Internet-Riese hatte jüngst in den USA ein Supermarktkette erworben. Beide versuchen, bei der Auslieferung auf der "letzten Meile" hin zur Haustür des Verbrauchers die Kosten zu drücken. Dies könnte eines Tages mit autonomen Zustelldiensten gelingen.

Ford hat für autonome Fahrzeuge eine eigene Sparte gegründet. In diese will der Konzern bis 2023 rund vier Mrd. Dollar (3,55 Mrd. Euro) investieren. Insidern zufolge lotet der Konzern auch eine Zusammenarbeit mit Volkswagen bei der Entwicklung autonomer Fahrtechnik und von E-Autos aus . In der Bundesrepublik arbeitet Ford beim E-Transporter Streetscooter bereits mit der Deutschen Post zusammen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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