Fonds: VW informiert nur scheibchenweise über "Dieselgate"

Die Fondsgesellschaft Union Investment wirft VW eine schleppende Aufklärung des Abgasskandals vor. Die Art und Weise, wie die Affäre um manipulierte Diesel-Abgaswerte gehandhabt werde, sei alles andere als optimal, kritisierte Jens Wilhelm, der im Vorstand der Union Investment für das Portfoliomanagement zuständig ist, am Mittwoch.

Es gebe wenig Transparenz, Volkswagen rücke immer wieder scheibchenweise mit Informationen heraus. Auch die Verschiebung der Hauptversammlung habe für Irritation bei Investoren gesorgt. "Man kann sich nicht hinter rechtlichen Themen dauerhaft verstecken", sagte Wilhelm. Die Fondsgesellschaft ist mit einem Anteil unter einem Prozent an Volkswagen beteiligt.

VW hatte wegen des Dieselskandals die Vorlage seiner Jahresbilanz und die Hauptversammlung um vier bis sechs Wochen verschoben. Als Grund nannte der Konzern offene Fragen im Zusammenhang mit der Abgasthematik und den daraus resultierenden Bewertungen in der Bilanz. VW hatte zugegeben, millionenfach Stickoxid-Werte mit einer Software geschönt zu haben und muss nun mit hohen Strafen und Schadensersatzforderungen rechnen. Der Konzern hatte bereits im vergangenen Jahr 6,7 Milliarden Euro für Fahrzeugrückrufe zur Seite gelegt. Unklar ist, wie viel Europas größter Autobauer wegen drohender Geldstrafen und Schadensersatzforderungen in den USA zurückstellen muss.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro