FMA-Studie - Investmentfonds kamen Anlegern 2017 günstiger

Wien (APA) - Heimische Investmentfonds sind privaten Anlegern im Vorjahr etwas günstiger gekommen. Verwaltungsgebühren, laufende Kosten und Ausgabezuschläge haben sich laut eine Marktstudie der Finanzmarktaufsicht (FMA) etwas verringert. Die FMA hat 1.134 österreichische Publikumfonds untersucht, die per Jahresende 2017 ein Fondsvermögen von 96,4 Mrd. Euro verwaltet haben.

Die maximale jährliche Verwaltungsgebühr verringerte sich 2017 über alle Fondskategorien hinweg im volumengewichteten Mittel von 1,30 auf 1,05 Prozent. Die laufenden Kosten sanken von 1,37 auf 1,15 Prozent des Fondsvermögens und der Ausgabezuschlag ging im Schnitt von 3,71 auf 3,66 Prozent zurück.

Die Gebühren unterscheiden sich jedoch je nach Veranlagungsstrategie und Risikoklasse der Fonds deutlich. So lagen etwa die maximalen laufenden Kosten bei 4,3 Prozent des Fondsvermögens und die Bandbreite bei den Ausgabezuschlägen reichte bis zu 10 Prozent, teilte die FMA am Mittwoch mit.

Die geringsten Fondsgebühren weisen Geldmarktfonds und kurzfristige Rentenfonds, gefolgt von Rentenfonds, Immobilienfonds, Mischfonds und Aktienfonds auf. Die Gebühren steigen tendenziell mit der Risikoklassifizierung des Fonds. In der geringsten Risikoklasse 1 liegen die laufenden Kosten im Schnitt bei 0,82 Prozent, in der höchsten Stufe 7 bei 1,87 Prozent.

Konkret betrugen die maximalen Verwaltungsgebühren bei Geldmarktfonds und kurzfristigen Rentenfonds im Mittel 0,39 Prozent und maximal 1,5 Prozent. Die laufenden Kosten lagen laut KID (Kundeninformationsdokument) im Mittel bei 0,41 Prozent, maximal bei 1,13 Prozent. Der Ausgabezuschlag lag bei 1,41 Prozent, maximal bei 7 Prozent.

Bei Rentenfonds betrugen die maximalen Verwaltungsgebühren im Mittel 0,76 Prozent (maximal 2,40 Prozent), die laufenden Kosten 0,70 Prozent (max. 3,00 Prozent) und der Ausgabeaufschlag 3,42 Prozent (max. 10 Prozent).

Bei Mischfonds lagen die maximalen Verwaltungsgebühren bei 1,26 Prozent (max. 3,10 Prozent), die laufenden Kosten bei 1,50 (max. 4,30) Prozent und der Ausgabeaufschlag bei 3,88 (max. 10 Prozent).

Die im Schnitt höchsten Verwaltungskosten weisen Aktienfonds mit im Mittel 1,51 Prozent (max. 3,0 Prozent) auf. Auch die laufenden Kosten sind mit durchschnittlich 1,76 (max. 3,60) Prozent die höchsten. Der Ausgabezuschlag betrug im Mittel 4,39 (max. 10) Prozent.

Die mittlere maximale Verwaltungsgebühr bei Immobilienfonds betrug 1,0 Prozent - maximal 1,8 Prozent. Die mittleren laufenden Kosten machten 1,05 Prozent - maximal 1,66 Prozent aus. Im Schnitt betrug der Ausgabezuschlag 3,14 Prozent - maximal 5 Prozent.

(S E R V I C E : Die gesamte Marktstudie ist auf der FMA-Website unter: https://www.fma.gv.at/fma-fokus-fondsgebuehren/ zu finden.)

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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