FMA: Fremdwährungskredite im Vorjahr weiter zurückgegangen

Wien (APA) - Die Fremdwährungskredite der privaten Haushalte sind in Österreich auch im Vorjahr wieder zurückgegangen. Das aushaftende Volumen ist 2017 wechselkursbereinigt um 16,4 Prozent zurückgegangen, teilte die Finanzmarktaufsicht (FMA) am Donnerstag mit. Der Fremdwährungsanteil an allen aushaftenden Krediten der Privaten lag Ende 2017 bei 10,8 Prozent und damit 3,7 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Gegenüber dem Höhepunkt des Booms bei den Fremdwährungskrediten sei der Anteil von rund einem Drittel (31,8 Prozent) auf mittlerweile fast ein Zehntel gesunken.

Das an private Haushalte aushaftende Volumen bei den Fremdwährungskrediten sei seit der Verhängung des Neuvergabe-Stopps im Herbst 2008 und den begleitenden Maßnahmen zur Begrenzung des Risikos bei den bestehenden Krediten wechselkursbereinigt um zwei Drittel (66,7 Prozent) gesenkt worden. Im vierten Quartal 2017 habe der Rückgang 4 Prozent betragen. Ende des Vorjahres gab es noch Fremdwährungskredite an Private im Gegenwert von 16,07 Mrd. Euro - zum Höchststand 2006 waren es 38,8 Mrd. Euro.

"Unsere konsequente Vorgehensweise zur Begrenzung des Risikos aus Fremdwährungskrediten für private Haushalte wirkt nachhaltig", so die FMA-Vorstände Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller. "175.000 Familien können heute ruhiger schlafen, weil sie bereits aus der Fremdwährungsfinanzierung ausgestiegen sind." Die FMA-Spitze ist überzeugt, "dass wir gemeinsam mit den österreichischen Kreditinstituten auch für die noch verbliebenen 95.000 Haushalte angemessene Maßnahmen zur Begrenzung des Risikos erreichen werden".

Auf den Schweizer Franken entfielen Ende des Vorjahres 96,1 Prozent des Kreditvolumens, der Rest waren fast zur Gänze Japanische Yen. Der Schweizer Franken habe seit Anfang 2008 bis 31. Dezember 2017 um 41,4 Prozent aufgewertet und sich im vierten Quartal 2017, nach Aufhebung des Mindestkurses von 1,20 im Jänner 2016, zwischen 1,1399 und 1,1772 eingependelt, so die FMA.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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