FMA - Heta muss noch gut eine Milliarde Euro abbauen

Wien/Klagenfurt (APA) - Die Heta, Bad Bank der früheren Hypo Alpe Adria, hat noch Vermögen im Wert von knapp über einer Milliarde Euro. Bis Ende 2018 sollte davon nur mehr die Hälfte übrig sein, bis Ende 2020 dürfte das Milliardengrab nach der Hypo-Pleite gänzlich abgewickelt sein, sagte FMA-Vorstand Klaus Kumpfmüller am Dienstag im Klub der Wirtschaftspublizisten.

Im März 2015, als die Heta unter FMA-Aufsicht gestellt wurde, waren ihre Vermögen laut Gutachten 7,1 Mrd. Euro wert. Das Management habe aber bei der Verwertung ein um drei Milliarden besseres Ergebnis erzielt. Der Barbestand habe sich auf über 10 Mrd. Euro erhöht, von denen allerdings 5,8 Mrd. Euro im Sommer 2017 ausgeschüttet wurden, um die hohen Kosten von Bargeld zu vermeiden. Die Heta habe jetzt noch 800 Mitarbeiter in Klagenfurt und Südosteuropa, anfangs waren es noch 7.200. Die Anzahl der Gesellschaften wurde auf 80 halbiert, wobei viele davon nur mehr leere Hüllen sind, die aus rechtlichen Gründen aufrecht bleiben. Beim Bundesverwaltungsgericht laufen noch 11 Verfahren - ursprünglich waren es 200. Alle Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) wurden zurückgezogen oder beendet.

Fortschritte gebe es auch bei den beiden Abbaugesellschaften Immigon (ehemals ÖVAG) und KA Finanz (ehemals Kommunalkredit), die jeweils im Rahmen von genehmigten Abbauplänen ihre Vermögen verkaufen und dann liquidiert werden. Die Immigon habe Ende 2017 noch "ein bis zwei" Mrd. Euro in der Bilanz gehabt, die FMA erwartet noch heuer den völligen Abbau und die anschließende Liquidierung. Bei der KA Finanz lagen Ende 2017 noch 8 Mrd. Euro Aktiva vor - davon die Hälfte Kredite, der Rest Wertpapiere. Sie sollen laut Plan bis 2026 abgebaut werden. Dieser Abbau dauere viel länger, weil die Kommunalkredit Darlehen mit Laufzeiten bis zu 50 Jahre vergeben hatte.

Davos/Moskau (APA/AFP) - Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hat mit einem Boykott des Weltwirtschaftsforums in Davos im Jänner gedroht, sollten wichtige russische Geschäftsleute dort nicht willkommen sein. Er reagierte damit am Dienstag auf einen Pressebericht. Demnach sollen auf Druck der USA mehrere russische Geschäftsleute gebeten worden sein, im kommenden Jahr nicht an der Konferenz in Davos teilzunehmen.
 

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Russland droht mit Boykott des Weltwirtschaftsforums

Wien (APA) - Am vierten Tag des Telekom/Valora-Prozesses gegen die Ex-Lobbyisten Peter Hochegger und Walter Meischberger sowie den Ex-Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer ging es heute viel um einen Mann, der gar nicht angeklagt ist: Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP/FPÖ), für den die Telekom beispielsweise Umfragen zu seinem Image und Privatleben bezahlte.
 

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Telekom/Valora - Privatflug mit Grasser, Weitflug mit Hühnern

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission hat einen Notfallplan für den Fall eines Scheiterns der Brexit-Verhandlungen verabschiedet. Er enthält "eine begrenzte Zahl von Notfallmaßnahmen in vorrangigen Bereichen", wie die EU-Behörde am Dienstag mitteilte.
 

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EU veröffentlicht Notfallplan für Scheitern von Brexit-Verhandlungen