Flughafen Wien: Rasinger sieht Anteilserhöhung von IFM gemischt

Dass der australische Pensionsfonds IFM seinen Anteil am Flughafen Wien um bis zu 10 Prozent erhöhen will, stößt bei Kleinanlegervertreter Wilhem Rasinger auf geteiltes Echo. Einerseits sei es ein großes Kompliment für die Flughafenführung und ein starkes Zeichen für die Zukunft, andererseits sei es traurig, dass sich österreichische Investoren die Chance entgehen haben lassen.

Für die Wiener Börse sei die Reduktion des Streubesitzes nicht erfreulich. Aber es sei nun mal so, dass hier Ausländer schneller waren, sagte Rasinger am Montag zur APA.

Die Flughafen-Wien-Aktien legten am Montag nach dem freiwilligen Angebot von IFM um 16 Prozent auf 96,1 Euro zu. Der Pensionsfonds bietet über seine Tochter Airports Group Europe für bis zu 10 Prozent der Flughafen-Anteile 100 Euro je Aktie und würde damit seine Minderheitsbeteiligung auf bis zu 39,9 Prozent aufstocken.

Normalerweise muss hierzulande ein Aktionär ab einer Kontrollschwelle von 30 Prozent ein Pflichtangebot für sämtliche Aktien legen. Die IFM-Tochter Airports Group Europe ist davon laut Übernahmegesetz entbunden, solange diese nicht über mehr Stimmrechte als die Syndikatspartner Land Niederösterreich und Wien verfügt, die derzeit gemeinsam 40 Prozent halten.

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