Flughafen Wien mit Plus bis Herbst - "Gewinn 2017 deutlich über 2016"

Wien/Schwechat (APA) - Die börsennotierte Flughafen-Wien-Gruppe hat bis Ende September ein ansehnliches Gewinn- und Passagierplus erzielt und geht davon aus, dass das Konzernergebnis im Gesamtjahr 2017 deutlich über jenem von 2016 liegen wird. Auch die Passagier-Guidance wurde am Mittwoch bekräftigt: Die Zahl der Fluggäste soll 2017 um über 5 Prozent zulegen, am Airport Schwechat allein um über 4 Prozent.

Das Nettoergebnis wuchs in den ersten neun Monaten - dank eines besseren Finanzergebnisses - um 7,1 Prozent auf 114,1 Mio. Euro, der Umsatz um 2,1 Prozent auf 568,6 Mio. Euro und das EBITDA um 3,8 Prozent auf 266,5 Mio. Euro, erklärte das Unternehmen in einer Aussendung. Das EBIT legte um 5,1 Prozent auf 166,5 Mio. Euro zu.

In der Gruppe betrug das Passagier-Plus bis Ende September 8,1 Prozent auf 23,7 Mio., am Flughafen Wien allein 5,7 Prozent auf 18,7 Mio. Reisende. Im Oktober, dem allerletzten Berichtsmonat, verzeichnete die Gruppe mit 2,8 Mio. um 3,7 Prozent mehr Fluggäste, davon am Airport Wien um 0,9 Prozent mehr. Bis September legte die Auslastung (Sitzladefaktor) auf 75,0 (73,6) Prozent zu. Die Zahl der Flugbewegungen sank in den neun Monaten um 0,7 Prozent auf 170.280 Start und Landungen, das Frachtvolumen wuchs um 1,6 Prozent auf 212.246 t.

Trotz der Herausforderungen durch die Air-Berlin-Insolvenz könne man den Erfolgskurs auch 2017 fortsetzen, wird betont. Am Airport Vienna könnten die Effekte der Insolvenz durch positive Entwicklungen bei anderen Airlines, etwa AUA, Eurowings und easyJet, "überkompensiert werden".

Wenn man heuer im Gesamtjahr wie erwartet beim Nettogewinn deutlich über den 120 Mio. Euro des Vorjahres liege, werde man die Dividende das sechste Jahr in Folge anheben, hatte Vorstandsdirektor Günther Ofner am 20. Oktober auf der Gewinn-Messe in Wien in Aussicht gestellt. Beim EBITDA werde man den Vorjahreswert von 315 Mio. Euro übertreffen und auch die EBITDA-Marge etwas erhöhen können, und der Jahresumsatz solle über 740 Mio. Euro liegen, hieß es damals.

Zum Thema "3. Piste" erwartet die Flughafen Wien AG in den kommenden Monaten ein neues Erkenntnis, nachdem das abschlägige Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts noch im Frühjahr vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben und an die zweite Instanz zurückverwiesen worden war. Es sei "allerdings damit zu rechnen, dass Gegner dieses Zukunftsprojekts weitere außerordentliche Rechtsmittel gegen einen positiven Bescheid ergreifen werden", erwartet die Vorstand, wie im Quartalsbericht erklärt wird.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Lufthansa kann nach Einschätzung eines Experten noch in diesem Jahr mit der Genehmigung der EU-Kommission für den Kauf eines großen Teils der insolventen Air Berlin rechnen - aber nur unter harten Bedingungen. "Es wird Auflagen geben, die noch über die Abgabe von Slots hinausgehen dürften", erklärte Luftfahrtexperte Ulrich Schulte-Strathaus am Dienstag bei einer Branchenkonferenz in Frankfurt.
 

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Lufthansa muss mit harten EU-Auflagen rechnen

Dallas (Texas)/New York (APA/Reuters) - Der US-Telekomkonzern AT&T will nach dem Einspruch der US-Regierung die geplante milliardenschwere Übernahme des Medienkonzerns Time Warner vor Gericht durchboxen. AT&Ts Prozessanwalt Dan Petrocelli sagte dem Sender CNBC am Dienstag, dass das Fusionsvorhaben keine Bedrohung für die Verbraucher darstelle. Die Klage des Justizministeriums sei deshalb "töricht".
 

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AT&T-Anwalt will für Time-Warner-Kauf vor Gericht ziehen

Wien/Wels (APA) - Der oberösterreichische Industrielle Stefan Pierer hat über ihm nahestehende Gesellschaften seinen Anteil an der KTM Industries AG weiter aufgestockt. Die Pierer Industrie AG habe von Organen der KTM Industries AG sowie von der Gesellschaft nahestehenden Personen insgesamt 12,2 Mio. Aktien zu je 4,80 Euro/Aktie erworben. Das entspreche rund 5,42 Prozent des Grundkapitals.
 

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Pierer stockt bei KTM Industries auf