Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO droht mit weiteren Streiks bei Ryanair

München/Dublin (APA/AFP) - Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO hat in Deutschland mit weiteren und heftigeren Streiks beim irischen Billigflieger Ryanair gedroht. "Wenn die Streiks der Piloten und Kabinenbeschäftigten nicht zum Einlenken führen, werden die Streiks zunehmen", sagte der UFO-Vorsitzende Nicoley Baublies dem "Focus". Es werde "vielleicht auch zur Ferien- und Feiertagszeit" gestreikt.

Das "schurkische" Geschäftsmodell wie bei Ryanair oder auch beim Billigflieger Norwegian Airlines werde verschwinden, zeigte sich Baublies überzeugt. "Billigflieger gibt es auch in Zukunft, aber solche wie Eurowings und Easyjet, in denen zumindest Tarifverträge und Mitbestimmung Normalität sind."

Ryanair dagegen werde nicht mehr zur Ruhe kommen, drohte der UFO-Vorsitzende. "Wenn sich Ryanair nicht von Grund auf erneuert, bringt sich die Airline um ihre Existenz." Schon ein weiteres Jahr wie das jetzige sei nicht durchzuhalten. Europas größter Billigflieger Ryanair ist in Österreich zu 75 Prozent an Laudamotion beteiligt.

Ryanair hatte kürzlich für Mitte Oktober geplante Verhandlungen mit UFO abgesagt. Als Grund nannte die Airline laut Gewerkschaft deren Warnung, die schlechten Arbeitsbedingungen bei Ryaniar könnten auch ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Beim irischen Billigflieger kommt es seit Monaten in verschiedenen Ländern immer wieder zu Streiks von Piloten und Flugbegleitern. Die Beschäftigten fordern höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaften verlangen vor allem, dass Ryanair jeweils nationales Arbeitsrecht anwendet. Ryanair weist die Vorwürfe schlechter Arbeitsbedingungen zurück.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte