Flugausfälle zur Urlaubszeit - Deutschland beruft Luftfahrtgipfel ein

Hamburg (APA/AFP) - In diesem Sommer sind deutlich mehr Flüge ausgefallen als im Jahr zuvor. Binnen zwei Monaten wurden allein in Deutschland fast 6.000 Flüge gestrichen, wie am Freitag aus Zahlen des Fluggastrechteportals EUclaim hervorging. Im Vorjahr hatte es im gleichen Zeitraum noch knapp 3.200 Annullierungen gegeben.

Angesichts der zahlreichen Flugausfälle in diesem Jahr plant der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) dem "Handelsblatt" zufolge im Herbst einen Luftfahrtgipfel.

Voraussichtlich am 5. Oktober würden sich die Spitzen der Luftfahrtindustrie in Hamburg treffen, berichtete die Zeitung. Nicht nur Lufthansa-Chef Carsten Spohr wolle kommen, auch Easyjet-Chef Johan Lundgren und Ryanair-Chef Michael O'Leary seien geladen, dazu einige deutsche Landesverkehrsminister.

Bei dem Luftfahrtgipfel wolle Scheuer Lösungen für das anhaltende Chaos am deutschen und europäischen Himmel finden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Branchen- und Politikkreise. Flugausfälle, Verspätungen und Engpässe bei der Abfertigung der Passagiere an den Flughäfen sorgen schon länger für Unmut bei den Reisenden.

Allein in der Zeit vom 23. Juni bis zum 23. August dieses Jahres wurden 5.993 Flüge von und nach Deutschland sowie innerhalb des Landes gestrichen. Weitere 2.411 hoben mit einer Verspätung von mehr als drei Stunden ab. Im Vorjahreszeitraum war das bei 1.661 Flügen der Fall.

Die Routen mit den meisten Annullierungen waren EUclaim zufolge die Verbindungen von Berlin-Tegel nach Frankfurt mit 73 gestrichenen Flügen, sowie umgekehrt von Frankfurt nach Tegel (67 Annullierungen) und die Verbindung München - Köln (57 Flugausfälle).

Geduld mussten vor allem Reisende beim Rückflug von Mallorca aufbringen: Auf der Route von Palma nach Frankfurt gab es binnen zwei Monaten 33 Verspätungen, von Palma nach Köln 28. Reisende von Hannover ins türkische Antalya konnten in 27 Fällen erst mit mehr als dreistündiger Verspätung abheben. Die längste Verspätung gab es dem Fluggastrechteportal zufolge am 4. Juli bei einem Flug von Enfidha in Tunesien nach Düsseldorf: Sie betrug einen Tag, 13 Stunden und zehn Minuten.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen