Flüchtlingsdrama - Ausgaben für Versorgung in Italien auf Rekordhoch

Rom - Aufgrund der Flüchtlingswelle aus Libyen wachsen für Italien die Kosten der Flüchtlingsversorgung. Auf über eine Milliarde Euro werden 2015 die Kosten für die Flüchtlingsverpflegung steigen, wie aus Schätzungen des Innenministeriums hervorgeht. Das sind 400 Mio. Euro mehr als im Vorjahr, 500 Millionen mehr als 2013 und ein Rekord für das Land.

Durchschnittlich 40 Euro am Tag kostet die Versorgung eines Flüchtlings in Italien. 81.000 Migranten befinden sich zurzeit in Italiens Flüchtlingseinrichtungen. 65.000 haben einen Asylantrag gestellt. Die anderen genießen einen Sonderschutz wie im Fall von Minderjährigen oder haben noch keinen Asylantrag eingereicht.

Nicht nur die zunehmende Zahl von Flüchtlingen, die in Süditalien eintreffen, belasten die Staatskassen. Auch die langwierigen Prozeduren für die Überprüfung der Asylanträge trägt zur Kostensteigerung bei. Oft warten Flüchtlinge monatelang auf eine Antwort der Behörden.

40 vom Innenministerium beauftragte Kommissionen überprüfen Italien-weit die Asylanträge und entscheiden, ob die Migranten Recht auf Verbleib im Land haben. Laut Gesetz sollte die Kommission in maximal 90 Tagen jeden gestellten Antrag überprüfen. Doch die Durchschnittszeit liegt zwischen sechs und neun Monaten, in einigen Fällen sind es sogar eineinhalb Jahre. "Wer heute einen Asylantrag einreicht, wird voraussichtlich nicht vor 2016 eine Antwort erhalten", betonte die Menschenrechtsaktivistin Valentina Brinis. Diese lange Wartezeiten würden die Migranten verunsichern.

"Das System ist unter Druck, weil die Zahl der Asylanträge stark zugenommen hat", betont Carlotta Sami, Sprecherin des Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR). 70 Prozent Asylanträge von 2014 wurden positiv beschieden. In diesem Jahr wurden von den 12.720 gestellten Anträgen circa 6.000 abgelehnt. Asylanträge von Menschen aus Pakistan, Nigeria und Senegal wurden negativ beschieden. Diese Migranten würden nicht wegen Verfolgung, sondern aus wirtschaftlichen Gründen ihre Heimat verlassen, hieß es.

Aylesbury (APA/AFP/Reuters/dpa) - Großbritannien und die USA haben sich nach Angaben von Premierministerin Theresa May darauf geeinigt, ein gemeinsames Freihandelsabkommen anzustreben. Beide Länder wollten unter anderem einen "Gold Standard" bei der Kooperation in Finanzdienstleistungen setzen, sagte May am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump auf dem Landsitz Chequers bei London.
 

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May: London und Washington wollen "ambitioniertes" Handelsabkommen

Madrid (APA/Reuters) - Auch an Spaniens Flughäfen müssen die Urlauber mitten in der Ferienzeit mit Streiks rechnen. Die größte Gewerkschaft des Landes rief am Freitag mehr als 60.000 Gepäckabfertiger und andere Airport-Mitarbeiter an allen spanischen Flughäfen dazu auf, Anfang August ihre Arbeit niederzulegen.
 

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Auch an Spaniens Flughäfen drohen Anfang August Streiks

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