Flüchtlinge: Türkei begrüßt EU-Vorschlag

Brüssel (APA/Reuters) - Die türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat Zustimmung zum kolportierten neuen EU-Vorschlag in der Flüchtlingskrise signalisiert. Der Vorschlag "zielt auf eine neue Ära in den EU-Türkei-Beziehungen ab", sagte er am Montagabend in Brüssel. Davutoglu äußerte sich vor einem Treffen mit den 28 EU-Staats- und Regierungschefs.

"Wir wollen Flüchtlingswellen und tragische Ereignisse in der Ägäis verhindern", betonte er. Der Deal ziele darauf ab, Schlepper zu bekämpfen und Flüchtlinge von der Reise nach Europa abzuhalten. Ankara wolle alle Flüchtlinge in den eigenen Hoheitsgewässern retten, betonte er.

Diplomaten zufolge will die EU der Türkei zusätzliche drei Milliarden Euro für die Flüchtlingshilfe zusagen und einem Tausch syrischer Kriegsflüchtlinge im Verhältnis 1:1 zustimmen. Demnach sollen alle in Griechenland aufgegriffene Flüchtlinge wieder in die Türkei zurückgeschickt werden. Für jeden Syrer, der sich unter ihnen befinde, solle die EU aber einen syrischen Kriegsflüchtling aus der Türkei aufnehmen. Außerdem ist eine Aufhebung der Visapflicht für Türken in der EU bereits im Juni geplant.

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