Flüchtlinge: ÖGB für erleichterten Arbeitsmarkt-Zugang

Wien - Der ÖGB spricht sich in einer Resolution seines Bundesvorstands für einen erleichterten Arbeitsmarkt-Zugang für Asylwerber aus, der aber reguliert sein müsse. Eine mögliche Strategie sei etwa ein Ersatzkräfteverfahren, wonach Asylwerber sich nur dann für eine Stelle bewerben können, wenn das AMS keine andere Arbeitskraft gefunden hat.

Ein vernünftig geregelter Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge während des laufenden Asylverfahrens sei eine sinnvolle Maßnahme gegen illegale Beschäftigung und damit verbundenes Lohndumping, heißt es in der einstimmig verabschiedeten Resolution. Für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt müssten dabei auch ausländische Bildungs-und Berufsabschlüsse rascher anerkannt werden. Zudem brauche es ein umfassendes Angebot an kostenlosen Deutschkursen für Asylsuchende.

Grundsätzlich plädiert der ÖGB angesichts der höchsten Arbeitslosigkeit in Österreich seit den 1950er Jahren für eine ganzheitliche Betrachtung der Arbeitsmarktpolitik. Nur wenn die beschäftigungslosen Menschen im Land Chancen am Arbeitsmarkt vorfänden, hätten auch Asylwerber eine Chance auf Arbeit. Dringend notwendig sei die Abkehr von der rigiden Sparpolitik und die Umsetzung lange angekündigter Investitionen in Wohnbau, Infrastrukturprojekte sowie in Bildung, Forschung und Entwicklung. Für die durch höhere Flüchtlingszahlen steigenden Ausgaben im Asylwesen sollte eine Ausnahme aus den Kriterien des Stabilitätspaktes geschaffen werden.

Abseits vom Arbeitsmarkt-Zugang nimmt der ÖGB eine klare Position pro Asylwerber ein. Das Menschenrecht auf Asyl sei unteilbar und daher unabhängig von Religion oder Herkunftsland zu gewähren. Eine Flucht nach Europa sei für die Menschen aus den Krisenregionen oft die einzige Überlebenschance.

Österreich habe in der Vergangenheit bei internationalen Krisen eine deutlich höhere Anzahl an Flüchtlingen aufgenommen als in der aktuellen Situation, betonte der Bundesvorstand. Selbst wenn man jene Menschen hinzuzähle, die in Österreich mit einem positiven Asylbescheid lebten, komme man nur auf einen Anteil von rund 0,9 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Österreich haben auch die politische und moralische Verpflichtung zu helfen. Erst vor ein paar Jahrzehnten seien es viele Millionen Menschen gewesen, die vor den Gräueln des Nationalsozialismus fliehen hätten müssen.

Ankara/Washington/Genf (APA/dpa) - Auf Drängen Ankaras soll sich die Welthandelsorganisation (WTO) mit den US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium aus der Türkei befassen. Ein entsprechender Antrag zu einem Streitschlichtungsverfahren sei eingegangen, teilte die WTO am Montag mit. Zunächst haben beide Seiten 60 Tage Zeit, miteinander zu reden. In dem Handelskonflikt fahren Ankara und Washington einen harten Kurs.
 

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Türkei bringt Zollstreit mit den USA vor die WTO

Caracas (APA/dpa) - Mit einer ganzen Reihe von Reformen will die Regierung Venezuelas die schwere Wirtschaftskrise beilegen. Angesichts der Hyperinflation werden fünf Nullen aus der Landeswährung gestrichen. Aus einer Million Bolívar fuerte (starker Bolívar) werden ab Montag 10 Bolívar soberano (souveräner Bolívar). Zudem soll der Bolívar künftig an die neue Kryptowährung Petro gekoppelt sein.
 

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Venezuela will Wirtschaftskrise mit Reformen beilegen

München/Berlin (APA/dpa) - Der deutsche Fernbusanbieter Flixbus klagt die Deutsche Bahn wegen der Darstellung seiner Züge im Internet. "Bereits im Juli haben wir Klage eingereicht, weil Flixtrain auf bahn.de nur lückenhaft abgebildet wird", teilte Geschäftsführer André Schwämmlein am Montag auf Anfrage einen Bericht des "Manager Magazin".
 

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Flixtrain klagt Deutsche Bahn wegen Internetübersicht