Fischer und Sri Lankas Präsident reden über Wirtschaft

Nach bereits seit über 60 Jahren bestehenden diplomatischen Beziehungen hat am Freitag erstmals ein Staatsoberhaupt des Inselstaates Sri Lanka Österreich besucht. Bundespräsident Heinz Fischer sprach mit seinem Amtskollegen Maithripala Sirisena hauptsächlich darüber, wie die Handelsbeziehungen weiter ausgebaut werden können.

Das Handelsvolumen zwischen Österreich und dem Land südöstlich von Indien hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt und beläuft sich derzeit auf 100 Millionen Euro; 2014 konnte es um satte 20 Prozent gesteigert werden. Dennoch, "es gibt Platz nach oben", sagte Fischer nach den Unterredungen mit Sirisena in Wien. Der Tourismus spiele eine besonders wichtige Rolle, aber auch in den Bereichen Infrastruktur und Technologie arbeite man zusammen. "Österreichische Firmen sind in meinem Land sehr aktiv", bestätigte auch Sirisena. Fragen von Journalisten waren bei dem Medientermin seitens Sri Lanka nicht erwünscht.

Fischer unterrichtete Sirisena auch über die Flüchtlingskrise in Europa und die sich daraus ergebenden Herausforderungen für Österreich. Er selbst sei wiederum über den Fortschritt des Prozesses der Verfassungsreform und die Menschenrechtslage informiert worden, erklärte der Bundespräsident. In Sri Lanka existiert zwar die Todesstrafe, sie wird aber derzeit nicht exekutiert.

Sirisena ist seit etwa einem Jahr an der Macht. In dem ethnisch gespaltenen Land wird er als einende Figur gesehen. Sirisenas umstrittener Vorgänger Mahinda Rajapakse hatte im Jahr 2009 den jahrzehntelangen Konflikt mit den Befreiungstigern von Tamil-Eelam (LTTE) blutig beendet. Wegen seines zunehmend autoritären Kurses stand er immer wieder unter Beschuss. Auch gab es Vorwürfe, die Armee habe in der letzten Phase des Konflikts mit den tamilischen Rebellen Kriegsverbrechen begangen. Der neue Präsident versprach "nationale Versöhnung" und die Aufarbeitung des Konfliktes mit den tamilischen Rebellen. Kürzlich erklärte er zudem, dass er vom aktuellen Präsidialsystem zurück zur parlamentarischen Demokratie, die bis zum Jahr 1978 bestanden hatte, kehren wolle.

Neben dem Treffen mit Fischer steht für die sri-lankische Delegation auch ein Besuch im Parlament auf dem Programm, zudem findet ein österreichisch-sri-lankisches Wirtschaftsforum statt.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro