Firmen wollten im 2. Quartal wieder weniger Kredite - Zügel straffer

Größere Firmen und Konzerne sind in Österreich zuletzt wieder zurückhaltender geworden, wenn es um die Aufnahme neuer Kredite geht. Auch die Banken haben ihre Vergabe-Kriterien im Kommerzkreditbereich wieder etwas verschärft. Daran dürfte sich in den nächsten Monaten nicht viel ändern.

Am Dienstag hat die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) die Österreich-Ergebnisse der europaweiten Umfrage der EZB zum Kreditgeschäft im 2. Quartal 2015 berichtet.

Im zweiten Quartal 2015 verschärften die österreichischen Banken ihre Richtlinien im Firmenkreditgeschäft geringfügig. Gleichzeitig war die Nachfrage der Unternehmen nach Krediten etwas rückläufig.

Während im ersten Quartal 2015 - zum ersten Mal seit 2007 - noch eine geringe Zunahme der Unternehmenskreditnachfrage insgesamt verzeichnet worden war, ergab die Umfrage für das zweite Quartal wieder einen marginalen Rückgang. Rückläufig war die Nachfrage durch größere und große Unternehmen, bei mittelgroßen und kleinen Firmen (KMU) gab es Stagnation. Große Unternehmen dürften laut OeNB auch im laufenden dritten Quartal weiter Zurückhaltung bei Neukrediten an den Tag legen.

Wie schon im ersten Quartal verschärften die Banken auch im zweiten Quartal ihre Kreditvergaberichtlinien, sowohl für Kredite an KMUs als auch an große Unternehmen. Für das dritte Quartal erwarten die befragten Banken eine weitere marginale Straffung der Kreditrichtlinien.

Etwas gelockert wurden dagegen die Richtlinien für Wohnbau- und Konsumkredite. Die Nachfrage nach Wohnbaukrediten zog geringfügig an, bei den Konsumkrediten blieb sie unverändert. In den nächsten drei Monaten werden minimal verschärfte Richtlinien für Wohnbau- und Konsumkredite erwartet, eine etwas verhaltenere Nachfrage nach Konsumkrediten sowie ein unverändertes Nachfrageniveau bei Wohnbaukrediten.

Laut Angabe der befragten Banken wurden im ersten Halbjahr 2015 aufgrund regulatorischer Aktivitäten die Eigenkapitalpositionen etwas erhöht und die risikogewichteten Aktiva geringfügig reduziert. Für das zweite Halbjahr wird eine Fortsetzung dieser Entwicklungen erwartet.

Bad Homburg (APA/dpa) - Trotz aller Bemühungen um Plastikvermeidung rechnet die Kunststoffbranche damit, dass 2018 in Deutschland deutlich mehr Verpackungen hergestellt werden als im Vorjahr. Die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK) erwartet einen Mengenzuwachs von 3,9 Prozent auf 4,5 Millionen Tonnen, wie aus ihrem am Montag veröffentlichten Trendbarometer hervorgeht.
 

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Deutscher Verband: Branche erzeugt mehr Kunststoffverpackungen

Wien (APA) - Kapsch TrafficCom hat in den USA die Firma eTrans Systems übernommen. Das ist zwar nur ein kleines Unternehmen mit fünf Mitarbeitern, hat aber viel Know-how im Bereich vernetzter und autonomer Fahrzeuge. Die Lösungen von eTrans seien "Grundlage für ein breites Spektrum an Sicherheits- und Mobilitätsanwendungen", teilte Kapsch am Montag in einer Aussendung mit.
 

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Kapsch TrafficCom kauft in den USA Know-how für autonomes Fahren zu

Wien (APA) - Im Lichte der am Montag begonnenen Warnstreiks in der Metalltechnischen Industrie hat der Arbeitnehmerverhandler Rainer Wimmer (PRO-GE/FSG) mit noch ernsteren Maßnahmen gedroht, sollte es davor nicht ein "substanzielles Angebot" von der Arbeitgeberseite geben. Gibt es keine Verhandlungsrunde mit einem solchen Angebot "wird es am 19. November richtig ernst", so Wimmer im Gespräch mit der APA.
 

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Metaller-KV: Wimmer: Echtes Angebot oder es wird "richtig ernst"