Firma des tschechischen Premiers streicht Jobs bei Bäckerei Lieken

Prag (APA) - Die tschechische Holding Agrofert von Premier Andrej Babis will in ihrer deutschen Bäckerei-Gruppe Lieken 1.665 der rund 2.800 Arbeitsplätzen streichen. Das berichtet die tschechische Wirtschaftstageszeitung "E15" am Montag in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf deutsche Gewerkschaften. 1.065 Stellen sollen in der Logistik eingespart werden, der Rest in der Produktion.

Agrofert-Sprecher Karel Hanzelka wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Konkrete Zahlen seien eine interne Angelegenheit des Unternehmens und nicht zur Veröffentlichung bestimmt, so Hanzelka.

Der deutsche Backwarenhersteller Lieken gehört seit 2013 zu Agrofert, damals hatte das Unternehmen noch rund 4.000 Mitarbeiter. Regierungschef Babis ist offiziell nicht mehr Besitzer von Agrofert - im Februar 2017 musste er die Holding auf Grund einer Novelle des Unvereinbarkeitsgesetzes in einen Treuhandfonds überführen. Kritiker bezweifeln jedoch, dass sich Babis tatsächlich aus dem Geschäft zurückgezogen hat. Im Aufsichtsrat des Fonds sitzt nämlich seine Ehefrau Monika.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"