Finanzplatz Zürich dominiert Wirtschaft des Kantons

Zürich - Der Strukturwandel auf dem Finanzplatz Zürich hält an. Dennoch sei allen Veränderungen zum Trotz die Attraktivität des Finanzplatzes nach wie vor intakt, heißt es in einer Mitteilung der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich vom Dienstag.

Zürich befinde sich weiterhin unter den fünf bedeutendsten Finanzplätzen der Welt. Insbesondere die Vermögensverwaltung sei im weltweiten Vergleich "herausragend", heißt es weiter.

Auch nach überstandener Finanzkrise und dem damit verbundenen beschleunigten Strukturwandel ist der Finanzsektor weiterhin die wichtigste Branche der Zürcher Wirtschaft. Dies geht aus der am Dienstag präsentierten Studie "Finanzplatz Zürich 2014/15" hervor.

Im Jahr 2013 erwirtschaftete der Sektor eine Bruttowertschöpfung von rund 28 Mrd. Franken (23,3 Mrd. Euro). Dies entspricht rund einem Fünftel der regionalen Wirtschaftsleistung. Jeder zehnte Arbeitsplatz im Kanton Zürich ist in der Finanzbranche angesiedelt.

Die Aufteilung des Finanzsektors zeigt, dass die Banken 2013 mit einem Wertschöpfungsanteil von 45 Prozent die größte Teilbranche des Finanzplatzes Zürich waren. An zweiter Stelle standen die Versicherungen (43 Prozent).

Geografisch wurde der Finanzplatz von den Banken und Versicherungen im Kanton Zürich dominiert. Lediglich bei den sonstigen Finanzdienstleistungen fielen die Kantone Zug und Schwyz mit Anteilen von zehn respektive acht Prozent ins Gewicht.

Die Studie geht davon aus, dass die Konjunktur ab 2015 leicht anzieht und somit die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen steigen dürfte. Bis 2016 wird mit "leicht überdurchschnittlichen" Wachstumsraten im Vergleich mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gerechnet.

Die Branche selbst sieht die Attraktivität des Finanzplatzes Zürich und der Schweiz zukünftig gefährdet. Ausschlaggebend seien zum einen die bankenspezifische Regulierung und zum anderen eine Verschlechterung der allgemeinen Rahmenbedingungen, heißt es in der Studie.

In der Studie analysierte das Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Basel im Auftrag des Amtes für Wirtschaft und Arbeit (AWA) des Kantons Zürich und der Stadtentwicklung von Zürich die Bedeutung und die Perspektiven des Finanzplatzes Zürich im regionalen, nationalen und internationalen Umfeld.

Untersucht wurden Banken, Versicherungen und übrige Finanzdienstleister in den Kantonen Zürich, Schwyz und Zug.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro