Finanzministerium gibt aus Katastrophenfonds 5 Mio. für Dürreschäden

Das Finanzministerium wird fünf Millionen Euro aus dem Katastrophenfonds für Dürreschäden zur Verfügung stellen. Das teilte Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) heute, Dienstag, in einer Aussendung mit. Der Ministerrat muss die Entscheidung noch nächste Woche absegnen.

Eine Schätzung über das Ausmaß der Schäden abzugeben, wäre aktuell unseriös, da sich einige Kulturen noch erholen würden und die Ernte noch ausstehe, hieß es aus dem Ministerium auf Anfrage der APA. Bereits Ende Juli bezifferte die Österreichische Hagelversicherung den Schaden mit rund 100 Millionen Euro. Betroffen sind nach den Informationen des Landwirtschaftsministeriums Acker- und Futterflächen vor allem in Ost- und Südostösterreich.

Wie die Finanzhilfe an die betroffenen Bauern verteilt wird, muss noch geklärt werden. "Wir werden sofort Gespräche mit den Bundesländern und der Landwirtschaftskammer Österreich aufnehmen, um zu klären, wie die Mittel rasch und effizient eingesetzt werden können", wird Rupprechter in der Aussendung zitiert. Falls die Bundesländer die Summe aus dem Katastrophenfonds verdoppeln, könnten bis zu 10 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Bereits in der Vorwoche wurden Maßnahmen getroffen, einer durch die Trockenheit drohenden Futtermittelknappheit vorzubeugen. Grünbracheflächen dürfen entgegen der ursprünglichen Widmung als Futterflächen genützt werden.

Als Reaktion auf häufiger auftretende Wetterextreme unterstützt das Landwirtschaftsministerium künftig ein bis 2018 laufendes Pilotprojekt für eine Versicherung gegen Dürreschäden. Den Landwirten soll mit Zuschüssen aus dem Katastrophenfonds zur Versicherungsprämie der Einstieg erleichtert werden. "Dadurch geben wir den Bäuerinnen und Bauern die Möglichkeit, eigenständig Risikovorsorge zu betreiben", so Rupprechter. Zur Fördersumme wollte sich aus dem Ministerium vorerst niemand äußern.

Rom (APA) - Das italienische Modelabel Giorgio Armani will der Produktion von Accessoires mehr Gewicht verleihen. "Derzeit generieren wir 85 Prozent des Umsatzes mit Bekleidung und 15 Prozent mit Accessoires. Wir wollen dieses Verhältnis auf 70/30 in drei Jahren ändern", so Modepapst Giorgio Armani.
 

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Armani will Produktion von Accessoires steigern

Moskau/London (APA/Reuters) - Der erste große Börsengang eines russischen Unternehmens in London seit Beginn der Sanktionen im Ukraine-Konflikt vor rund drei Jahren nimmt Formen an. Die Gruppe En+, in die der Industriemagnat Oleg Deripaska sein Aluminium- und Wasserkraft-Geschäft gebündelt hat, legte am Montag die Preisspanne auf 14 bis 17 Dollar je Hinterlegungsschein (GDR) fest.
 

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London steht vor erstem großen russischen Börsengang seit 2014

Berlin (APA/dpa) - Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin ist im ersten Halbjahr noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Das geht aus dem am Wochenende veröffentlichten Finanzbericht hervor. Demnach sind die Verluste in den ersten sechs Monaten auf fast 447,6 Mio. Euro gestiegen - gut 163 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz fiel zugleich von 1,7 auf rund 1,5 Mrd. Euro.
 

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Finanzbericht offenbart desolate Lage von Air Berlin