Finanzinvestor schluckt Nutella-Glas-Produzenten

Der US-Finanzinvestor Apollo hat das milliardenschwere Bieterrennen um den Nutella-Glas-Hersteller Verallia gewonnen. Der französische Baustoffkonzern Saint-Gobain teilte am Montag mit, seine Glassparte, die auch Flaschen für Dom-Perignon-Champagner herstellt, für 2,95 Milliarden Euro an Apollo zu verkaufen. Apollos Angebot sei das beste gewesen für Verallia und deren Mitarbeiter.

Saint-Gobain hatte Anfang des Jahres den Verkaufsprozess für die Sparte gestartet. Jüngst erklärte der Konzern, fünf verbindliche Offerten dafür erhalten zu haben. Neben Apollo warfen auch der portugiesische Industriekonzern Ba Vidro sowie die Finanzinvestoren Blackstone, CVC Capital Partners und Ardian ihren Hut in den Ring. Apollo ist bereits in Frankreich engagiert. Jüngst investierte das New Yorker Haus in den hoch verschuldeten Flugzeugteile-Hersteller Latecoere.

Mit dem Verkauf von Verallia, das 2014 mit etwa 10.000 Mitarbeitern in 13 Ländern 2,39 Milliarden Euro umsetzte und operativ 230 Millionen Euro verdiente, will sich Saint-Gobain auf sein hauptsächliches Geschäft mit Baustoffen konzentrieren. Der Verkauf muss noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London