Finanzaufsicht prüft Geschäfte um RWE-Aufspaltung

Essen/Düsseldorf - Die Anfang Dezember bekanntgegebene Aufspaltung des angeschlagenen deutschen Energieriesen RWE in einen erneuerbaren und konventionellen Teil beschäftigt die Finanzaufsicht BaFin. Eine Sprecherin der Behörde sagte der "Rheinischen Post" (Donnerstag), man schaue sich Aktiengeschäfte rund um den damaligen Beschluss des Essener Konzerns genauer an.

"Ich kann bestätigen, dass wir im Zusammenhang mit der Ad hoc-Mitteilung vom 1. Dezember 2015 den Handel in Wertpapieren der RWE AG routinemäßig und ergebnisoffen auf Insiderhandel analysieren."

Sofern sich dabei Auffälligkeiten zeigten, werde "eine förmliche Insideruntersuchung" eröffnet. Anlass für die Vorprüfung sei der stark gestiegene Kurs der RWE-Papiere nach der Veröffentlichung der Mitteilung.

Das anhaltende Preistief im Stromgroßhandel wegen der boomenden Ökoenergien zwingt die Versorger zu radikalen Umbauten. Vor RWE hatte auch der Branchenführer E.ON seine Aufspaltung in eine konventionelle und eine erneuerbare Gesellschaft angekündigt. Am Mittwoch hatte sich RWE-Chef Peter Terium scharfe Kritik von den kommunalen Aktionären in Nordrhein-Westfalen zugezogen, weil ein Großteil der Dividende angesichts von Verlusten im vergangenen Jahr gestrichen werden soll.

RWE ist in Österreich an der Kärntner Kelag beteiligt. Seit 2010 sitzt Österreichs Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel im Aufsichtsrat.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro