Fiat will Tochter Magneti Marelli abspalten

Mailand/London/Frankfurt (APA/Reuters) - Fiat-Chrysler hat sich Insidern zufolge zur Abspaltung seiner Zuliefertochter Magneti Marelli entschlossen. Der Elektronikspezialist solle eigenständig an der Mailänder Börse gelistet werden, um mehr Flexibilität zu bekommen, sagten vier mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters in der Nacht zum Dienstag.

Dazu sollen die Magneti-Marelli-Aktien den Anteilseignern von Fiat Chrysler (FCA) zusätzlich ins Depot gebucht werden. Frisches Geld kommt damit nicht herein.

Einen klassischen Börsengang mit einer Kapitalerhöhung habe die italienische Industriellen-Familie Agnelli, die über die Holding Exor mit 29 Prozent beteiligt ist, abgelehnt. Sie sei von den niedrigen Bewertungen abgeschreckt worden und wolle ihre Beteiligung nicht verwässern lassen, sagten drei der Insider. Organisiert werden solle die Abspaltung von den US- Investmentbanken Goldman Sachs und JPMorgan. Sie haben dabei zwar weniger zu tun als bei einem normalen Börsengang, haben aber die Aufgabe, möglichen Verkaufsdruck bei den neuen Aktien abzufedern. Dazu suchen sie etwa im Vorfeld Käufer für Aktien, die die Fiat-Chrysler-Aktionäre sonst auf den Markt werfen würden.

Magneti Marelli könnte laut Analysten auf einen Börsenwert von 3,6 bis 5,0 Mrd. Euro kommen. Das wäre - gemessen am operativen Gewinn - ein Abschlag auf Konkurrenten wie Hella, Faurecia oder Valeo. Magneti Marelli kam im vergangenen Jahr mit 43.000 Mitarbeitern auf einen Umsatz von 8,7 Mrd. Euro und 840 Mio. Euro operativen Gewinn. "Einen Börsengang zu verfolgen, lohnt sich zurzeit nicht", sagte einer der Insider. "Das würde nichts bringen, außer die Schulden von FCA zu reduzieren."

Konzernchef Sergio Marchionne könnte die Pläne am 1. Juni öffentlich machen, wenn er die neue Strategie bekanntgibt. Er hatte die Abspaltung (Spin-off) bereits als seine favorisierte Lösung bezeichnet, um das Portfolio von FCA zu bereinigen. Fiat Chrysler hatte die Entscheidung für das zweite Quartal in Aussicht gestellt.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht