Fiat Chrysler plant 1.900 neue Jobs in Italien

Turin/Rom - Fiat Chrysler will 1.900 neue Jobs in der Heimat Italien schaffen. Die neuen Mitarbeiter sollen in der Fabrik im süditalienischen Melfi arbeiten, in dem die Modelle Jeep Renegade und Fiat 500X hergestellt werden, berichtete der CEO von Fiat Chrysler, Sergio Marchionne, nach Angaben italienischer Medien vom Dienstag.

Im Jänner hatte Marchionne 1.500 neue Jobs angekündigt, für die Investitionen im Wert von einer Milliarde Euro geplant sind. Marchionne dementierte Pläne zur Verlegung des Firmensitzes der Tochter Ferrari ins Ausland. "Ferrari wird weiterhin seine Gewinne in Italien generieren und im Land seine Steuern zahlen", erklärte Marchionne.

Nach sechs Jahren Dauerkrise sieht Italiens Autoindustrie Licht am Ende des Tunnels. Der Autosektor ist 2014 um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Im Februar wurde bei den Zulassungen ein Plus von 13,2 Prozent auf 134.697 Autos gegenüber dem Vergleichszeitraum 2014 registriert. Fiat Chrysler meldete im Februar ein Zulassungsplus von 12,3 Prozent.

Fiat will die Ferrari-Tochter dieses Jahr an die Börse bringen. 15 Banken stehen bereits Schlange, um das IPO zu begleiten, darunter die Bank Austria-Mutter UniCredit, JP Morgan, Goldman Sachs und Morgan Stanley. Zehn Prozent der Ferrari-Aktien sollen an die Börse gehen.

Den Börsengang der Tochter nutzt Konzernchef Marchionne als Hebel, um die Zukunft des Autobauers zu finanzieren. Die Tochter überschreibt der Mutter 2,25 Mrd. Euro und übernimmt Teile der Konzernschulden in noch unbekannter Höhe. Mit dem Verkauf von zehn Prozent der Ferrari-Anteile über die Börse dürften in Summe mehr als 6 Mrd. Euro zusammenkommen. Investitionen von 48 Mrd. Euro sollen den Autokonzern mit Marken wie Alfa Romeo, Jeep oder Dodge wieder nach vorn bringen. Der Gewinn soll sich bis 2018 auf 5 Mrd. Euro verfünffachen, der Absatz um 60 Prozent zulegen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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