Fertigteilhäuser nach Dämpfer wieder am Vormarsch

Wien (APA) - Fertigteilhäuser, denen in den letzten Jahren vermehrt durch individuell von Baumeistern errichtete Gebäude der Rang abgelaufen wurde, sind wieder im Kommen. Getrieben von 1,4 Prozent mehr Baubeginnen bei allein stehenden Ein- und Zweifamilienhäusern stieg die Nachfrage nach Fertigteilhäusern 2017 um 3,4 Prozent. Parallel wuchs die Fertighausquote gemessen an den Baustarts um 0,5 auf 27,5 Prozent.

Angeschoben wurde der Markt für Fertigteilhäuser, der den Herstellern im Vorjahr mit 713 Mio. Euro um 5,5 Prozent höhere Erlöse bescherte, durch eine dynamische Entwicklung von Bauträgerprojekten, ergab eine Marktanalyse von Branchenradar. Nur noch hinter knapp 70 Prozent aller Fertigteilhäuser stünden private Bauherren - einen wesentlichen Anteil würden mittlerweile sogenannte Bauträgerprojekte stellen, schlüsselfertig erstellte Häuser, die samt Grundstück angeboten werden. Dabei treten zum Teil die Fertighaushersteller selbst als Bauträger auf oder errichten einschlägige Gebäude für Dritte.

Der Bauträgerprojekte-Geschäftszweig habe sich rasant entwickelt, der Umsatz mit Häusern für Bauträger sei 2017 um 10,5 Prozent geklettert, dreimal so kräftig wie jener mit privaten Bauherren (+3,7 Prozent), hieß es am Mittwoch in einer Aussendung. Die wachsende Beliebtheit des Eigenheims vom Bauträger resultiere einerseits aus der Verknappung von Bauland in attraktiver Lage, speziell in Ballungszentren, andererseits würden Häuser immer öfter als Alternative zu einer Eigentumswohnung erworben. Laut Branchenradar wurden 2017 in Österreich 4.148 Ein- und Zweifamilienhäuser errichtet.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder