"Feintuning" bei burgenländischem Buschenschank-Gesetz gefordert

Eisenstadt (APA) - Vertreter von ÖVP, Landwirtschaftskammer, Wirtschaftskammer und Wein Burgenland haben am Freitag ein "Feintuning" beim derzeit in Begutachtung befindlichen Buschenschank-Gesetz gefordert. In dem neuen Gesetz gebe es noch Bestimmungen, deren Sinnhaftigkeit zu hinterfragen wäre, meinte Georg Menitz, Kammerrat in der Landwirtschaftskammer.

Beispielsweise dürften selbst produzierte Fruchtsäfte nur von bestimmten Fruchtsorten angeboten werden. Antialkoholische Getränke dürften nur zugekauft werden, wenn diese kohlensäurehaltig seien. Weiters seien Kartenspiele wie Schnapsen erlaubt, während Gesellschaftsspiele - wie etwa "Mensch ärgere dich nicht" - nicht gestattet seien. Auch Sekt und Schaumwein aus eigener Produktion dürfe nicht ausgeschenkt werden. Der Kammerrat kritisierte weiters, dass die Landwirtschaftskammer bei den Verhandlungen nicht eingebunden wurde. Zum neuen Gesetz zeigte er sich aber grundsätzlich positiv. Dieses sorge teilweise für Entbürokratisierung.

ÖVP-Landesparteiobmann Thomas Steiner kündigte an, die bemängelten Punkte bei der laufenden Begutachtung noch einbringen zu wollen. Gleichzeitig zeigte er sich besorgt über die Heurigenkultur im Burgenland. Derzeit gebe es ungefähr 380 Betriebe. 2011 seien es geschätzt um 100 mehr gewesen. Die Volkspartei nehme das anstehende Gesetz zum Anlass, um die Kampagne "Ich bin ein Heurigen-Fan" zu starten. Mit eigenen Schnapskarten und Spritzer-Deckeln - ähnlich den Bierdeckeln - soll auf die Bedeutung der Heurigenkultur aufmerksam gemacht werden.

Es brauche gesetzliche Regelungen, um die Betriebe auch für Nachfolger interessant zu machen, meinte Matthias Siess, Wein Burgenland-Obmann und Gastronom. "Der Wirt wird dann erst gesucht, wenn er zugesperrt hat", ergänzte Matthias Mirth, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer. Bei den Buschenschänken solle es nicht so weit kommen.

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