Fed-Vertreter sieht hohe Hürden für Zinsschritt im April

Washington - Die US-Notenbank Fed wird nach Einschätzung eines führenden Vertreters auf ihrer Sitzung im April die Zinszügel noch nicht weiter anziehen. Um sicherer zu sein, dass sich die Inflation in den USA nachhaltig nach oben Richtung der Zielmarke von zwei Prozent bewege, müssten noch viele Voraussetzungen erfüllt sein, sagte der Präsident der Notenbank von Chicago, Charles Evans, am Mittwoch zu CNBC.

"Ich wäre überrascht, wenn wir diese Bedingung bis April erfüllen", sagte Evans. Der Notenbanker rechnet heuer mit lediglich zwei Zinsschritten nach oben.

Sollte die Fed im Juni ihre Geldpolitik straffen, würde dies auf Grundlage einer weiteren Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt geschehen, ergänzte Evans. Die Fed hatte zuletzt signalisiert, dass sie dieses Jahr die Zinsen nur langsam anheben wird. Notenbank-Chefin Janet Yellen bekräftigte am Dienstag, sie wolle an ihrem Kurs behutsamer Zinserhöhungen festhalten.

Viele Experten gehen aktuell davon aus, dass die Währungshüter bis Jahresende lediglich zwei kleine Schritte beschließen werden. Die US-Notenbank hält seit der Zinswende im Dezember ihren Schlüsselsatz in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent.

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