Fed entscheidet über den US-Leitzins

Washington (APA/dpa) - Der US-Leitzins ist seit Ende 2008 auf einem historischen Tiefstand. Erhöht wurde er sogar schon seit acht Jahren nicht mehr. Doch es dürfte nicht mehr lange dauern, bis die Notenbank Fed den Schalter umlegt. Die Frage ist nur, wann genau.

Nach einer zweitägigen Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) erhoffen sich die Finanzmärkte am Mittwoch neue Hinweise auf die erste Leitzinserhöhung in den USA seit acht Jahren. Die Fed will die Entscheidung über ihre künftige Geldpolitik am Abend (20.00 Uhr MESZ) bekanntgeben. Der Leitzins liegt seit Ende 2008 auf dem historischen Tief zwischen 0 Prozent und 0,25 Prozent.

Nach einer Serie guter Wirtschaftsdaten in den USA nimmt der Druck auf die Zentralbank zu, ihren geldpolitischen Kurs zu verschärfen, um Inflationssprünge und eine Überhitzung fragiler Wirtschaftsbereiche zu vermeiden. Nach Einschätzung von Analysten könnte die Fed zunächst ankündigen, ihre Käufe von Staatsanleihen und Immobilienpapieren komplett einzustellen. Sie wurden bereits seit Jahresbeginn von 85 Mrd. Dollar (65,84 Mrd. Euro) in gleichmäßigen Schritten gekürzt. Mit dem Programm sollte der langfristige Zins gedrückt werden.

Auch eine Pressekonferenz der Fed-Chefin Janet Yellen könnte Aufschluss über die Planungen der Zentralbank in Washington bringen. Die 68-Jährige betont stets, dass die Geldpolitik stark von der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt abhängt. Die Arbeitslosenquote sank zuletzt auf 6,1 Prozent. Allerdings betrachtet Yellen eine ganze Reihe verschiedener Jobdaten. Darauf aufbauend sagte sie zuletzt häufiger, dass sich der Arbeitsmarkt noch nicht genügend erholt habe. Zinserhöhungen dürften daher nicht überstürzt werden.

Experten meinen, dass die Fed erstmals Mitte kommenden Jahres ihren Leitzins anheben dürfte. Aber auch innerhalb der Zentralbank wurden Stimmen lauter, die Zinswende bereits im Frühjahr 2015 einzuleiten.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne