Fed-Notenbanker hält jüngsten Kurssturz an der Börse für "heilsam"

Washington/Frankfurt (APA/Reuters) - Die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten werden laut dem US-Währungshüter Robert Kaplan der amerikanischen Wirtschaft nicht schaden. Er gehe nicht davon aus, dass sich der Kurssturz negativ niederschlagen werde, sagte das Führungsmitglied der Notenbank Fed (Federal Reserve) am Mittwoch auf eine Frage nach den Auswirkungen der Börsentalfahrt.

"Es handelt sich grundsätzlich um Marktgeschehen, und diese Ereignisse können heilsam sein", fügte der Chef der Fed von Dallas hinzu. Die Marktbewertung sei historisch betrachtet "relativ hoch".

Zugleich betonte er, es sei klug, die geldpolitische Unterstützung der Wirtschaft "behutsam" zu verringern. Ein kräftiger Stellenzuwachs im Jänner hatte Spekulationen genährt, dass die Zinsen in den USA heuer stärker steigen könnten als bisher signalisiert. Diese Sorge löste an den Börsen weltweit Kursstürze aus, bevor eine Erholung einsetzte.

Düsseldorf/Göteborg (APA/Reuters) - Der Autobauer Volvo Cars, der nach einem Gewinnsprung im Quartal weiter auf Rekordkurs ist, will durch Produktionsverlagerung US-Zölle auf Importe aus China umgehen. Der SUV XC60 für den US-Markt werde künftig in Europa und nicht mehr in China gefertigt, sagte Firmenchef Hakan Samuelsson am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Verlagerung habe bereits begonnen.
 

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Autobauer Volvo verlagert wegen US-Zöllen SUV-Produktion nach Europa

Brüssel (APA) - EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hat im Rahmen einer Veranstaltung über den Marshall-Plan die Bedeutung der Zusammenarbeit im Handel mit den USA beschworen. "Wir stehen heute an einer Wegkreuzung für den offenen globalen Handel." Sie hoffe, die USA werden mit der EU das Vertrauen in das multilaterale Handelssystem wieder aufbauen.
 

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Strafzölle - Malmström beschwört Zusammenarbeit im Handel

Berlin (APA/Reuters) - Das Münchner Ifo-Institut kritisiert die neuen EU-Schutzzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte als kontraproduktiv. "Sie richten mehr Schaden an als Nutzen", erklärte Ifo-Außenwirtschaftschef Gabriel Felbermayr am Donnerstag. "Die Schutzzölle sind keineswegs Ausdruck ökonomischer Vernunft, sondern der Lobbystärke der Stahlbranche."
 

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Ifo-Institut kritisiert EU-Schutzzölle - "Mehr Schaden als Nutzen"