Fed-Mitglied Lacker hält rund vier Zinserhöhungen 2016 für nötig

Die US-Notenbank wird nach Ansicht ihres Führungsmitglieds Jeffrey Lacker dieses Jahr wahrscheinlich rund vier Mal die Zinsen erhöhen müssen. Der Chef der Fed von Richmond sagte am Dienstag zu Journalisten in Wilmington, die von seinen Fed-Kollegen im Dezember im Mittel vorhergesagten vier Schritte nach oben seien angemessen.

Die jüngsten Anzeichen, dass sich die Inflation beschleunige, rechtfertigten Zinsanhebungen. Lacker gilt als Vertreter einer stabilitätsorientierten Linie in der Fed-Führungsetage, hat aber dieses Jahr kein Stimmrecht. Nach Einschätzung von Führungsmitglied John Williams wird die US-Notenbank die Zinsen in diesem Jahr dagegen nur zwei oder drei Mal anheben. "Ich halte zwei oder drei Schritte für vernünftig", sagte der Präsident der regionalen Notenbank von San Francisco.

Die Fed hatte im Dezember erstmals seit fast zehn Jahren ihre geldpolitischen Zügel angezogen. Danach folgten allerdings bisher keine weiteren Zinsanhebungen. Fed-Chefin Janet Yellen hatte signalisiert, dass lediglich mit einer behutsamen Straffung der Geldpolitik zu rechnen ist. Aktuell hält die Fed ihre Leitzinsen in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent. Auf ihrer jüngsten Sitzung hatten die obersten Währungshüter der USA kontrovers über eine baldige Zinsanhebung diskutiert.

Ankara (APA/Reuters) - Die türkische Regierung hat vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 24. Juni ihre Ausgaben hochgefahren. Dadurch wuchs das Budgetdefizit in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 78 Prozent auf umgerechnet rund 3,7 Mrd. Euro (20,5 Mrd. Lira), wie aus den am Montag veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht.
 

Newsticker

Türkisches Staatsdefizit stieg vor Wahlen kräftig - Mehr Ausgaben

Vilnius (APA/Reuters) - Die EZB wird nach Einschätzung von Litauens Notenbankchef Vitas Vasiliauskas möglicherweise im Herbst 2019 erstmals seit Jahren ihre Zinsen straffen. "Da es traditionell keine Sitzung im August gibt, ist es offensichtlich, dass wir über September, Oktober sprechen könnten", sagte das EZB-Ratsmitglied am Montag vor Journalisten. "Ich würde sagen, es geht in Richtung Herbst."
 

Newsticker

EZB-Notenbanker hält Zinserhöhung im Herbst 2019 für möglich

Wien (APA) - Die ÖVP/FPÖ-Regierung will den lebenslangen Rücktritt von Lebensversicherungen im Fall von falscher oder fehlender Belehrung um einiges unattraktiver machen. Betroffene sollen bereits 2019 deutlich weniger Geld herauskommen. Die Arbeiterkammer und die Liste Pilz kritisieren den schwarz-blauen Vorstoß.
 

Newsticker

AK-Kritik: Regierung macht Versicherungsrücktritt unattraktiver