Fed denkt über künftigen Strategiewechsel in Zinspolitik nach

Washington (APA/Reuters) - In der Führungsriege der US-Notenbank Fed mehren sich die Stimmen, die für die Zukunft einen Strategiewechsel in der Zinspolitik anregen. Es müsse einen neuen geldpolitischen Ansatz für künftige Phasen mit Nullzinsen geben, forderte der Chef des Fed-Ablegers Chicago, Charles Evans, am Dienstag auf einer von der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgerichteten Konferenz in Frankfurt.

Wie bereits sein Fed-Kollege John Williams aus San Francisco brachte er dabei ein Modell ins Gespräch, das der Fed mehr Spielraum beim Ansteuern ihres Inflationsziels bieten würde. Demnach könnte die Fed die Inflationsrate für einen längeren Zeitraum über dem angepeilten Idealwert halten, wenn diese zuvor geraume Zeit darunter geblieben ist.

Dieser im Fachjargon als "price-level targeting" bekannte Ansatz sei durchaus eine Option und ein guter "gangbarer Weg", betonte Evans. Doch es bedürfe noch eingehender Studien. Daher sei es nicht sein Ziel, sich nun bereits für diesen Ansatz stark zu machen. "Mir geht es darum, dass wir für unausweichliche künftige Situationen planen sollten."

Der Erfolg künftiger Strategien sei auf jeden Fall daran geknüpft, dass die Fed ihr derzeit gültiges Inflationsziel von zwei Prozent erreiche, sagte Evans. Falls dies nicht gelinge, werde das Vertrauen in die Fähigkeiten der Notenbank leiden. In den USA herrscht praktisch Vollbeschäftigung, doch die Fed verfehlt ihr Inflationsziel bereits seit längerem. Mit "price-level targeting" sollen die Preise stabil und zugleich die Arbeitslosigkeit niedrig gehalten werden.

Hamburg (APA/dpa) - Das Internet als Vertriebsweg für Waren aller Art wächst kräftig. Die Verbraucher in Deutschland kauften im vergangenen Jahr Waren für 58,5 Mrd. Euro im Internet, teilte der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) am Montag in Hamburg mit. Das entsprach einer Steigerung von knapp elf Prozent.
 

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Deutsche kauften 2017 um 58,5 Mrd. Euro im Internet ein

Wien/Warschau (APA) - Der börsennotierte Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom muss um einen langjährigen Großkunden zittern. Die polnische Regierung will das Lkw-Mautsystem von staatlichen Stellen betreiben lassen und hat die seit Dezember 2016 laufende Ausschreibung gestoppt. Der bis November 2018 laufende Vertrag mit Kapsch bleibt aber aufrecht.
 

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Polen stoppt Maut-Ausschreibung: Kapsch zittert um Großkunden

München (APA/dpa) - Unternehmer und Forscher beklagen fehlende oder veraltete Rechtsvorschriften für Drohnen, Lufttaxis und andere neue Mobilitätsdienste. Staatliche Reglementierung sei heute oft das größte Problem, sagte der Chef der Airbus-Rüstungs- und Raumfahrtsparte, Dirk Hoke, am Montag auf der Innovationskonferenz DLD in München.
 

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Tech-Pioniere beklagen bürokratische Hürden