Fed-Chefin mahnt Banken zu strikteren internen Kontrollen

US-Notenbankchefin Janet Yellen hat sich die Banken wegen eines zum Teil ungesetzlichen und unethischen Gebarens vorgeknöpft. Es stelle sich die Frage, ob die Werte, die an der Wall Street gelten, sich in den vergangenen Jahren ausreichend verbessert hätten, sagte Yellen am Dienstag in einer Diner-Rede in New York.

Die Fed-Chefin unterstrich, dass sowohl die Finanzinstitute als auch die Notenbank, die sie kontrolliert, seit der Finanzkrise 2007 bis 2009 viele Fortschritte gemacht hätten. Doch große Bankhäuser müssten ihre interne Führung und Risikokontrollen noch weiter verbessern. Anderenfalls werde die Fed "rasche und bedeutende" Maßnahmen ergreifen.

"Es ist bedauerlich, dass ich das unterstreichen muss", sagte Yellen. "Aber wir erwarten, dass die Firmen, die wir kontrollieren, das Gesetz achten und in einer ethischen Art und Weise arbeiten." Zu häufig hätten Banker größer Häuser in den vergangenen Jahren aber nicht so gehandelt, teilweise seien sie sogar dreist vorgegangen, kritisierte Yellen. "Diese Vorfälle, einzeln betrachtet und in ihrer Gesamtheit, werfen die berechtigte Frage auf, ob bei den Werten der großen Finanzinstitute durchgängig ein Mangel herrscht, der möglicherweise ihre Sicherheit und Gesundheit untergräbt."

Im Zuge der vor allem durch die Immobilienblase ausgelösten Banken- und Finanzkrise wurden mehrere Banken verstaatlicht, die US-Großbank Lehman Brothers brach 2008 zusammen. Begünstigt wurde die Krise durch eine lasche Regulierung des Bankensektors in den USA. Als Lehre daraus wurden unter anderem Bankenstresstests und schärfere Eigenkapitalanforderungen eingeführt.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte