FDA rügt Bayer wegen Produktionsmängeln in Leverkusen

Frankfurt (APA/Reuters) - Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat Bayer wegen Produktionsmängeln am Standort Leverkusen gerügt. Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern bestätigte am Mittwoch, von der Behörde einen sogenannten "Warning Letter" erhalten zu haben. Dieser betreffe die Produktion von schon lange am Markt etablierten Arzneimitteln wie etwa dem Potenzmittel Levitra und dem Blutdrucksenker Adalat Oros.

Bayer werde alle Beanstandungen der FDA "mit höchster Sorgfalt angehen". Wegen der laufenden Korrekturmaßnahmen und Modernisierungsarbeiten könnte es zu vorübergehenden Versorgungsunterbrechungen kommen, die das ältere Produktportfolio von Bayer betreffen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen werde der Konzern in der Prognose für das laufende Geschäftsjahr berücksichtigen.

Citi-Analyst Peter Verdult rechnet mit einer Belastung von 300 Millionen Euro für den Betriebsgewinn (Ebitda) in diesem Jahr. Nach Angaben von Bayer hat es zu keiner Zeit Hinweise darauf gegeben, "dass die Patientensicherheit gefährdet war oder ist".

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

Newsticker

Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

Newsticker

Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

Newsticker

Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab