Faule Kredite in Italien auf neuem Rekordhoch

(APA) - Unter dem Druck der Rezession und der schweren Konsumkrise belasten faule Kredite die italienischen Banken stark. Italiens Geldhäuser haben so viele faule Kredite in ihrer Bilanz wie noch nie, teilte die italienische Notenbank (Banca d ́Italia) am Donnerstag mit.

Im August kletterten die faulen Kredite um 20 Prozent auf 173,9 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. Das ist das höchste Niveau seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1998.

Italiens Firmen haben die Folgen der längsten Krise seit Ende des Zweiten Weltkriegs hart zu spüren bekommen und können deshalb oftmals ihre Kredite nicht mehr bedienen, berichteten Experten. Von faulen Krediten besonders betroffen sind die Bank Monte di Paschi di Siena und die börsennotierte Banca Popolare di Milano.

Italien hat Ende September seine Prognosen zur Wirtschaftsleistung für dieses und kommendes Jahr nach unten revidiert. Das Wirtschaftsministerium geht nun davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2014 um 0,2 bis 0,3 Prozent schrumpfen wird. Im April war das Ministerium noch von einem Zuwachs um 0,8 Prozent ausgegangen. Für 2015 wurde die Vorhersage auf ein Wachstum von lediglich 0,5 Prozent von zuvor 1,3 Prozent zurückgenommen. Grund seien die schwachen Konjunkturdaten im ersten Halbjahr, hatte es geheißen.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro