Faßmann - Post-Brexit-Zusammenarbeit bei Galileo-Satellitensystem

Brüssel/London (APA) - Nach dem Austritt der Briten aus der EU werde es "sicherlich eine Post-Brexit-Zusammenarbeit" beim Galileo-Satellitensystem geben, erklärte Forschungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Dienstag in Brüssel vor dem EU-Rat. Allerdings müssten zuerst die Ausstiegsbedingungen Londons geklärt werden, "sonst kommen wir in einen Mischmasch von ganz unterschiedlichen Dingen" hinein.

Das Europäische Weltraumprogramm Space sieht Faßmann als die richtige Ebene, um auf EU-Ebene zu handeln. "Es wäre ja ganz fatal und irgendwo witzlos, wenn 27 Staaten beginnen ihre eigenen Weltraumprogramme zu starten. Hier ist es absolut sinnvoll, gemeinsam am größeren Ziel zu arbeiten".

Was den Wunsch Großbritanniens betrifft, an Galileo weiter teilzunehmen, weil die Briten schon Milliarden in den Aufbau gesteckt hätten, meinte der Minister, er verstehe natürlich die britische Seite. "Aber ich halte mich an den Fahrplan, den die Kommission vorgegeben hat und der sinnvoll ist. Zuerst müssen die Bedingungen des Brexit klar sein, dann kommt die nächste Phase, sonst kommen wir in einen Mischmasch".

Zum Ziel des Forschungsrats, EU-Hochleistungsrechner zu entwickeln, sagte Faßmann, hier sei Europa insgesamt gut aufgestellt. Einzelne Staaten hätten schon sogenannte Hochleistungsrechnen, doch "da sind die Chinesen und US-Amerikaner sehr viel leistungsfähiger". Es sei aber "schon eine faszinierende Idee", einen oder mehrere vernetzte Hochleistungsrechner auf europäischer Ebene zu haben".

Der Vorteil für Österreich liege dann darin, "dass wir Rechenzeiten bekommen und entsprechende Forschung, auch anwendungsorientierte, über diese Rechnerleistung abwickeln können". Es handle sich hier um ein "Tor zur ganz wichtigen Forschungswelt. Das sollten wir uns offen halten".

Befragt, ob Österreich sich dafür einsetzen sollte, einen Hochleistungsrechner ins eigene Land zu holen, meinte der Minister, es sei derzeit noch nicht alles geklärt, in welcher Weise diese Rechner bestückt werden, in welcher Art von Clustering und Standorten und Betriebssysteme das geschehe. Jedenfalls sollte man sich nicht der digitalen Welt verschließen und die Hochleistungsrechner seien ein Teil davon.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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