Faserhersteller Lenzing verkauft zwei Beteiligungen

Der österreichische Textilfaser-Hersteller Lenzing treibt mit dem Verkauf von zwei Firmen die Konzentration auf das Kerngeschäft voran. So seien der Spezialfaserhersteller Dolan zur Gänze sowie die 91,1-Prozent-Beteiligung European Carbon Fiber an die englische Investmentfirma WHEB Partners verkauft worden, teilte Lenzing am Mittwoch mit. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.


Lenzing will sich künftig nur noch auf sein Kerngeschäft - industriell hergestellte Cellulosefasern - konzentrieren. Dem Unternehmen machen seit Jahren die niedrigen Faserpreise zu schaffen. Um gegenzusteuern will Lenzing Kosten reduzieren und konzernweit über 800 Stellen streichen.

Dolan fertigt Spezialfasern auf Acrylbasis, die etwa bei Kfz-Cabrio-Verdecken oder als Sonnenschutz eingesetzt werden. Das Unternehmen beschäftigt rund 100 Mitarbeiter bei einem Jahresumsatz von 57,5 Millionen Euro. European Carbon Fiber stellt ein Vormaterial für die Karbonindustrie her und erzielte zuletzt einen Umsatz von 10,4 Millionen Euro.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma