Fallende Stahlpreise setzen ThyssenKrupp zu

Essen - Die fallenden Stahlpreise bedrohen die Erholung des Industriekonzerns ThyssenKrupp. Überkapazitäten, gestiegene Importe von chinesischem Billigstahl und die politischen Rahmenbedingungen hätten die Stahlbranche "dramatisch verändert", sagte Konzernchef Heinrich Hiesinger dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe).

"Unsere Werkstoffgeschäfte können sich dem nicht entziehen. Alles, was wir an Sparanstrengungen unternehmen, holt uns binnen kurzer Zeit wieder ein."

Zwar hält Hiesinger an seiner Prognose eines operativen Gewinns von 1,6 bis 1,9 (Vorjahr: 1,67) Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2015/16 (Ende September) fest. Voraussetzung sei aber, dass "sich die Werkstoffgeschäfte in der zweiten Geschäftsjahreshälfte deutlich erholen", sagte der Konzernchef. Der Verfall der Stahlpreise betrifft unmittelbar die europäische Stahlsparte, das Stahlwerk in Brasilien sowie der Werkstoffhandel der Handelstochter Material Sciences.

Seit seinem Amtsantritt 2011 hat der ThyssenKrupp-Chef die Abhängigkeit vom Stahlgeschäft deutlich reduziert und den Konzern stärker auf das Technologiegeschäft mit Aufzügen, Maschinen, Autoteilen oder U-Booten ausgerichtet. Spekulationen über eine Trennung von bestimmten Sparten wie den Aufzügen oder den Autokomponenten erteilte Hiesinger eine Absage. "Wir haben die Strategie, unsere Industriegütergeschäfte weiterzuentwickeln und damit den Konzern stabiler zu machen. Warum sollten wir diese Zukunftsgeschäfte verkaufen?"

Alle Bereiche müssten deutlich profitabler werden, um den Konzern auf ein sicheres Fundament zu stellen. "Wir sind noch lange nicht fertig mit der Transformation, auch wenn wir schon vier Jahre massiv daran gearbeitet haben."

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"