Fahrermangel und Spritpreise dämpfen Frächtergeschäft

Wien (APA) - Die Transporteure profitieren von der guten Konjunktur, die Zukunftsaussichten sind aber leicht gedämpft. Der immer größer werdende Fahrermangel, die zuletzt stark angezogenen Spritpreise, die verstärkten Kontrollen an den Grenzen und die ihrer Meinung nach zu hohen Mautkosten drücken auf die Laune, so Alexander Klascska, Obmann der Sparte Transport in der Wirtschaftskammer.

Bei den Mauthöhen prüfen einige Transporteure und Busunternehmer noch den Rechtsweg, eine Klage sei aber relativ fix, so Klacska. Die Frächter werfen der Asfinag vor, nicht EU-konforme Kostensätze anzuwenden, was die Asfinag bestreitet. Laut Transporteuren zahlten sie durch zu hohe Mautsätze in den Jahren 2008 bis 2017 mindestens 836 Mio. Euro zu viel.

Naturgemäß wenig Freude hat die Transportbranche auch mit den verschärften Grenzkontrollen und der Blockabfertigung am Brenner. Würden die Grenzkontrollen an allen Übergängen wieder eingeführt, würde das für die transportierende Wirtschaft Kosten von acht Millionen Euro pro Tag verursachen, rechnete Klacska im Gespräch mit der APA vor.

Nach wie vor bereitet die sogenannte "Kabotage" den Frächtern Kopfzerbrechen. Unter Kabotage werden Frachtdienste innerhalb Österreichs von ausländischen Unternehmen verstanden, die zeitlich beschränkt sind. Den heimischen Transporteuren ist der rechtliche Rahmen zu großzügig, außerdem sei die Kontrolle schwierig. Klacska hofft hier auf die EU-Präsidentschaft Österreichs in der zweiten Jahreshälfte 2018.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte