Facebook will künftig Freunde Firmen vorziehen

San Francisco/London (APA/Reuters) - Das US-Online-Netzwerk Facebook will die Beiträge von Freunden im Vergleich zu den Meldungen von Firmen und anderen Medien stärker in den Vordergrund rücken. Dafür würden sukzessive die Algorithmen verändert, die für die Anordnung der einlaufenden Neuigkeiten im zentralen "News Feed" verantwortlich seien, schrieb Facebook-Chef Mark Zuckerberg am Donnerstagabend in einem Facebook-Beitrag.

Jahrelang hatte das weltgrößte Online-Netzwerk mit fast 2,1 Milliarden Nutzern die Meldungen priorisiert, die Menschen zu Kommentaren oder zum Teilen des Beitrags anregen. Das waren zuletzt vor allem die immer beliebter gewordenen Videos.

Die Werbeanzeigen seien von den Modifizierungen nicht betroffen, sagte Facebook-Vizepräsident John Hegeman. Sprudelnde Werbeeinnahmen haben Facebook erst zu dem Technologiegiganten mit einem Jahresumsatz von 36 Milliarden Dollar (rund 30 Mrd. Euro) gemacht.

Künftig sollten sich die Produktteams nicht mehr auf relevante Inhalte fokussieren, sondern den Facebook-Mitgliedern dabei helfen, bedeutsamere soziale Begegnungen zu haben, schrieb der 33-jährige Firmengründer weiter. Kurzfristig könne dies dazu führen, dass Nutzer weniger Zeit auf Facebook oder der Foto- und Videoapp Instagram verbringen. Auf lange Sicht würden sich die Veränderungen allerdings für Mitglieder wie Firmen auszahlen.

Zuletzt hatte es immer wieder Kritik an Facebook und anderen sozialen Medien wie Snap und Twitter gegeben. Den Netzwerken wird vorgeworfen, bei ihren Nutzern Abhängigkeiten zu fördern. "Wir fühlen die Verantwortung, sicherzustellen, dass unsere Dienste nicht nur Spaß bringen, sondern auch gut fürs Wohlergehen sind", schrieb Zuckerberg.

Facebook befindet sich derzeit im Visier des US-Kongresses. Es geht um russische Einmischung in den US-Wahlkampf 2016. Beiträge von teils gefälschten Nutzerprofilen erreichten rund 126 Millionen Nutzer und damit etwa die Hälfte der US-Wahlberechtigten. Noch in diesem Monat sollen verschiedene Anhörungen im Kongress anstehen, bei der es um die Rolle von Plattformen wie Facebook, Twitter und der Alphabet-Tochter YouTube bei der Verbreitung von Propaganda gehen soll.

Bogota (APA/AFP) - Kolumbien ist einem UNO-Bericht zufolge nach wie vor der größte Kokain-Produzent der Welt. Die in dem südamerikanischen Land hergestellte Menge der Droge sei 2017 um 31 Prozent auf 1.379 Tonnen gestiegen, erklärte das UNO-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (ONUDC) am Mittwoch bei der Vorstellung seines Jahresberichts in Bogota.
 

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Kolumbien bleibt größter Kokain-Produzent der Welt

Brüssel/Menlo Park (APA/Reuters) - Facebook droht nach Angaben aus EU-Kreisen Strafmaßnahmen wegen der Nichteinhaltung von Verbraucherschutz-Verordnungen. "Es gibt nur begrenzte Fortschritte und das geht schon zu lange so", erklärten die Insider am Mittwoch.
 

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Facebook drohen EU-Strafen im Streit über Verbraucherschutz - Insider

Seattle (APA/dpa) - Der Online-Händler Amazon will laut einem Medienbericht Supermarktketten in den kommenden Jahren spürbare Konkurrenz an Ort und Stelle machen. Bis zum Jahr 2021 werde die Schaffung von 3.000 AmazonGo-Geschäften ohne Kassierer erwogen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwochabend mit Bezug auf mit der Sache vertraute Personen.
 

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Amazon plant 3.000 Geschäfte ohne Kassierer bis 2021 - Kreise